„Ein Beispiel für lächerliche Bürokratie“ Weseler Heim droht dementer Seniorin (87) mit Kündigung

Wesel/Hamminkeln · Ein Weseler Pflegeheim, in dem eine mittellose Seniorin aus Brünen lebt, droht der dementen 87-Jährigen mit Kündigung. Weil die Postbank Kontoauszüge nicht zur Verfügung stellt, verweigert das Hamminkelner Sozialamt die Zahlungen an das Heim. Die rechtliche Betreuerin der Brünerin kritisiert Bank und Behörde.

 Heike Askari, Juristin beim Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Wesel, hat unter anderem harsche Kritik an der Postbank geübt.

Heike Askari, Juristin beim Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Wesel, hat unter anderem harsche Kritik an der Postbank geübt.

Foto: Klaus Nikolei

Heike Askari ist Anwältin und seit Anfang des Jahres ausschließlich für den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Wesel tätig. Genauer gesagt arbeitet die Juristin beim Awo-Betreuungsverein als vom Amtsgericht bestellte rechtliche Betreuerin (siehe Infobox). Für Menschen, die nicht in der Lage sind, ihr Leben allein zu meistern, erledigt sie Behördenangelegenheiten und kümmert sich um alle möglichen Dinge, die sonst nahe Angehörige regeln. Die gibt es allerdings nicht immer.