Wesel: Pfingstmontags-Frühschoppen bei Schepers mit Chorgesang

Pfingstfrühschoppen bei Schepers : Wie Chorgesang an früher erinnert

Beim 52. Pfingstmontags-Frühschoppen des Obrighovener Männerchores genossen die Sänger und auch die zumeist älteren Gäste Klang und Atmosphäre in geselliger Stimmung

(aflo) Zünftige bayerische Musik, kraftvolle Stimmen und kollektive Geselligkeit prägten das Bild des Frühschoppens an der Gaststätte Schepers an der Schermbecker Landstraße. Im Innenhof hatten die Mitglieder des Männerchores am frühen Morgen Bänke und Tische und ein kleines Pavillonzelt für die Musiker aufgestellt, den Bierstand vorbereitet und dann begonnen, das Fleisch und die Würstchen auf den Grill zu legen. „Es geht um die Gemütlichkeit“, formulierte der Vorsitzende des Chores, Ulrich Gürtzgen, die Grundidee des Pfingstfrühschoppens, der in diesem Jahr zum 52. Mail ausgerichtet wurde. Schon am Mittag konnte er gut 200 bis 250 Gäste an den Tischen ausmachen. „Ich kenne das, seitdem ich ein Junge war. Das ist Tradition geworden“, erinnert er sich gerne. „Da kommen auch schon mal 400 bis 600 Leute zusammen“, sagte Gürtzgen und hoffte noch auf größeren Zuspruch.

Christel Kaltwasser war eine der vielen Gäste, die die angenehme Atmosphäre im Innenhof bei Schepers genossen. „Wir singen hier nicht, aber sind gekommen , um zu hören,was an Repertoire da ist“, erzählte die Obrighovener Rentnerin, die im Weseler Frauenchor mitwirkt. „Leider sind nur alte Leute hier, die Jungen kann man dafür nicht mehr gewinnen“, bedauerte die 79-Jährige.

„Wenn man bei schönem Wetter ein Bier trinkt, dann gehört zünftige Blasmusik dazu“, meinte Ensemblemitglied Michael Werner. „Und viele Leute singen dann auch gerne mit.“ Mitschunkeln und Mitsingen waren auch bei der Schepersfelderin Andrea Lantermann und der Obrighovenerin „Irmchen“ Lahnor angesagt. Für sie war die Musik etwas Besonderes. „Das liegt uns im Blut – und weckt Erinnerungen an Bayern, wo wir zwei Jahre in Ingolstadt gelebt haben“, so Lantermann.  Ihre Freundin Inge Schroer aus Flüren genoss die „fantastische Torte“, die die Chorfrauen in der Gaststätte verkauften, und das „gute Grillgut“ der Männer.

Immer wieder positionierte sich der Obrighovener Männerchor gemeinsam mit den Kollegen vom  Fusternberg, mit denen sie mittlerweile zusammen musizieren, inmitten des Platzes. Von dort aus ließen sie unter dem Dirigat von Reingard Modrow immer wieder Schlager und Volkslieder wie „Ein Mädchen vom Lande“ hören. Für die Zuhörer war es ein schöner Tag.

(aflo)
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