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Wesel: Parkplatzmangel ärgert Bürger in Schepersfeld

Wesel : Parkplatznot ärgert Anwohner

Schepersfeld: Anwohner der Stiftstraße befürchten, dass durch den Bau eines Mehrfamilienhauses auf der schmalen Sackgasse Pkw-Stellflächen verschwinden.

Am heutigen Mittwoch wird Bürgermeisterin Ulrike Westkamp Rosemarie und Karl-Heinz Schleking in ihrem Büro zu einem Gespräch empfangen. Das Ehepaar aus dem Stadtteil Schepersfeld hat großen Redebedarf. Denn die Schlekings und eine Reihe anderer Anwohner der Stiftstraße können nicht verstehen, dass die Verwaltung den Bau eines Neun-Parteien-Hauses zulässt, das angeblich 2,50 Meter höher werden soll als die zweigeschossigen Häuser drumherum. Außerdem befürchten die Anwohner, dass durch den Neubau wichtiger Parkraum verlorengeht. Zumal kürzlich auch eine Doppelhaushälfte verkauft wurde und der neue Eigentümer den Vorgarten nutzen möchte, um dort vier Parkplätze zu bauen. „Durch die beiden Projekte werden bei uns künftig mindestens sieben Parkplätze an der Straße fehlen. Wo sollen denn künftig Freunde und Verwandte parken? Wo können die Autos der Pflegedienste parken, wo die von Zustellerdiensten?“, fragen sich die Eheleute Schleking, die im Namen ihrer Nachbarn sprechen, und erhoffen sich von der Verwaltungschefin einen Lösungsvorschlag.

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Der bekannte Weseler Architekt Armin Stockhausen wird das Mehrfamilienhaus, das über elf 47 bis 67 Quadratmeter große, barrierefreie Mietwohnungen verfügen wird, errichten und elf Parkplätze ausweisen. „Ich halte mich an die Bauvorschriften und werde das Objekt behutsam an die Umgebung anpassen. Und weil viele der künftigen Mieter gar kein Auto haben, gibt es auf dem Grundstück auch genügend Stellplätze für Besucher.“ Das bekannte Parkplatzproblem auf der Stiftstraße zu lösen, sei nicht seine Aufgabe, betont Armin Stockhausen. Der will übrigens einen Gärtner beauftragen, die komplett zugewachsene Straßenlaterne auf seinem Grundstück freizuschneiden. Die Weseler Bürgermeisterin Ulrike Westkamp selbst sollte sich gestern zunächst zu der Thematik nicht äußern. Auf Anfrage erklärte sie, dass sie zunächst das Gespräch mit den Eheleuten Schleking abwarten wolle.

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