Wesel: New Gospel Voices in der Christuskirche begeistern Zuhörer

Lob für Chor-Leiter in der Christuskirche : New Gospel Voices begeistern Zuhörer

Der Chor bot mit seinen mehr als 30 Sängerinnen und Sängern in der voll besetzten Christuskirche ein unterhaltsames Herbstkonzert. Chorleiter Garrelf Hagedorn ist seit zehn Jahren mit von der Partie.

Vielstimmiger Klang, nachdenkliche Texte, viel Begeisterung und lobende Worte für einen Chorleiter – diese vier Elemente kennzeichneten das Herbstkonzert der New Gospel Voices in der Christuskirche. Eingefangen von atmosphärischem, stetig wechselndem Licht präsentierte der Chor, der seit 2005 miteinander musiziert, teilweise fünfstimmig und a-capella Lieder voller Spirit, Leidenschaft und Lebensfreude.

„Wir wollen damit Freude bereiten, das ist unsere Aufgabe“, sagte die Vorsitzende Erika Dicks danach und freute sich über den guten Besuch in der voll besetzten Christuskirche und vor einem Publikum, das nach Ende des offiziellen Programms so begeistert war, dass der Chor ohne Zugabe nicht davonkam.

Zuvor hatten die etwas mehr als 30 Sängerinnen und Sänger ein einhalbstündiges Programm mit vielen unterschiedlichen Stimmungen geboten – vom fetzigen Einstieg mit „Clap your hands“ als kollektivem Muntermacher, über die zentrale Botschaft zum Thema Gott und seiner Würdigung in dem Song „Let it rise“ bis zu ruhigeren, würdig anmutenden Momenten wie bei „You raise me up“.

Neben dem Gospelanteil fanden sich in dem Repertoire durchaus auch andere Gesangsklänge wieder, wie bei dem durch Cat Stevens berühmt gewordenen „Morning has broken“ oder „Gabriella’s Song“, den die Formation sogar in der Originalsprache Schwedisch vortrug. Dass zum Chorgesang auch die Momente von Nichtperfektion gehören, konnte man beim verfrühten Einsetzen eines Mitglieds zum „Hallelujah“ wahrnehmen, wo dann alle Chormitglieder kurz stutzten – um dann lachten, weil es ja in erster Linie um den Spaß an Musik geht.

Das Publikum wurde beim Medley mit „He’s got the whole world“, „Go tell it to the mountain“ und „Rock my soul“ mit Unterstützung des Chores als Kanon in das Konzert mit eingebunden, ehe sich Chorleiter Garrelf Hagedorn über viele positive Worte freuen durfte. „Danke, dass du seit zehn Jahren bei uns bist“, würdigte Chormitglied Yvonne Hein besonders dessen Einsatz für den Chor. Der noch junge Chorleiter sei trotz seiner Ausbildung, seines Gangs nach Bochum, eines Job in Wechselschicht, der Heirat und seiner Rolle als Vater „jeden Mittwochabend zu uns nach Flüren zu den Proben“ gekommen und habe im Rahmen seiner Arbeit mit den Sängerinnen und Sängern „stets viel Geduld und Humor“ bewiesen, lobte die Sängerin.

Der so Gelobte antwortete: „Da machen wir doch noch ein paar Jahre, oder?“ Er erntete dafür den Beifall seines Chores und des Publikums. „We pray“, „Let it rise“ und Zugaben rundeten einen schönen Musikabend ab.

(aflo)
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