Wesel: Neue Mitfahrerbank in Blumenkamp

Wesel: Mitfahrerbank jetzt auch in Wesel

Wer in Blumenkamp an der Hamminkelner Landstraße sitzt, hofft darauf, mitgenommen zu werden.

In den ersten Minuten hielt zumindest noch kein Fahrzeug an der Hamminkelner Landstraße am Ortseingang von Blumenkamp an. Dabei hatten gleich mehrere Personen auf der ersten Weseler Mitfahrerbank Platz genommen. Wer dort sitzt, signalisiert: „Ich möchte gerne mitgenommen werden.“ Quasi Per-Anhalter-Fahren auf bequeme Art. Die Idee stammt von dem ehemaligen Weseler Ratsherrn Volker Burger, der schnell unter anderem mehrere Mitglieder des Vereins Blumenkamper Bürger, die Leitung des Mehrgenerationenhauses und auch Seniorenbereits-Vorsitzende Gertrud Liman dafür begeistern konnte.

Enttäuscht waren die Initiatoren beim Ortstermin keineswegs, dass noch kein einziges Auto anhielt. Schließlich könnten die Fahrer ja auch noch gar nicht wissen, dass es den Mitfahr-Wunsch gibt, wenn man auf dieser Bank sitzt. „Es ist ja erst ein Anfang – ein Angebot für Leute, die nicht mehr so mobil sind. Das Ganze muss sich jetzt erstmal rumsprechen“, sagt Ideengeber Volker Burger.

Der 75-Jährige ist schon ein wenig stolz, dass die Blumenkamper Vorreiter sind und die „Umwidmung“ einer schon länger dort stehenden Bank in Eigenregie durchgezogen haben. „Das ist erstmal ein Feldversuch – ein Zusatzangebot für die Bürger“, ergänzt Friedrich Eifert, der den Standort einige Meter neben der Straße und halb verdeckt von einem grauen Kasten eines Telekommunikations-Unternehmens nicht ideal findet und sagt: „Die Leute können jetzt gerne Anregungen geben für andere Standorte.“ Denn die jetzt vorgestellte Bank soll nicht die einzige bleiben in Blumenkamp.

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Erstmals öffentlich machten die Unterstützer der Mitfahrerbänke in Blumenkamp ihre Mobilitäts-Idee beim Stadteilfest „Blumenkamper Sonntag“, als sie das Konzept präsentierten. „Das ist schon eine tolle Sache. Vorher haben wir die Idee aber auch schon beim Projekt ,Energie fürs Quartier’ durchgesprochen“, ergänzt Anne Oberdorfer, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses. Fee Kösters, ebenfalls vom Mehrgenerationenhaus, fügt mit Blick auf die erste Weseler Mitfahrerbank hinzu: „Das ist erweiterte Nachbarschaftshilfe, der Zuspruch ist jedenfalls da.“

Herbert Ackermann, Vorsitzender der Blumenkamper Bürger, freut sich über die Bank ebenso wie Gertrud Liman, die im Namen des Seniorenbereit das Projekt lobt: „So entsteht eine Möglichkeit für mehr Mobilität. Neben dem Anrufsammeltaxi gibt es jetzt ein weiteres alternatives Angebot.“

(jok)