Wesel: Neue Bahnbrücke der L 480 soll schon am Samstag frei sein

Wesel: Neue Bahnbrücke jetzt sogar schon ab Samstag frei

Die Dauersperrung der L 480 (Diersfordter Straße) hat ein Ende. Der Verkehr zwischen der alten B 8 und der B 473 kann bald wieder rollen.

„Die Fahrbahnmarkierungen sind drauf, die Schutzplanken sind gesetzt, die Bankette und der Zaun sind ebenfalls gemacht. Jetzt kommen noch die Beschilderungen“, sagt Kunert. An der Freigabe zweifle er nicht. Weitere Restarbeiten, so Kunert, beträfen unter anderem zwei Wendehammer-Anlagen, die in den kommenden zwei Wochen zu beiden Seiten der Bahnlinie gebaut werden sollen.

Damit zeichnet sich ein Ende der für viele Betroffene gravierenden Behinderungen ab. Pendler bekommen wieder freie Fahrt auf der Strecke von Bislich über Diersfordt an der alten B 8 zur B 473 nach Hamminkeln. Für schwere Fracht in Form von Kies und Sand war die Strecke ebenfalls immer wichtig, weil sie die Abgrabungsgebiete am Rhein mit der Autobahn 3 und anderen Zubringern verbindet. Auch die unmittelbaren Anlieger rund um den Bahnübergang am Ausflugslokal Mutter Busch dürften heilfroh sein. Seit Monaten haben sie unter negativen Begleiterscheinungen der Bauarbeiten gelitten. Deutlich länger, als es ursprünglich geplant und angekündigt worden war. Wie mehrfach berichtet, gab es allerlei Proteste gegen die Abläufe und viel Verwunderung über zwischenzeitliche Stillstände auf der Baustelle.

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Das zuletzt mit gut fünf Millionen Euro kalkulierte Projekt ist Teil des Programms zur Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge. Wegen des Ausbaus der Strecke Oberhausen-Emmerich (Stichwort Betuwe) musste hier eine Brücke gebaut werden. In einem weiten Bogen führt ein Damm samt Brückenbauwerk jetzt die L 480 um den alten Übergang bei Mutter Busch herum. Dieser wird von der Bahn zurückgebaut, wenn besagte Wendestellen fertig sind.

Ende 2015 war mit dem Projekt Brückenschlag begonnen worden, das laut Andreas Kunert auch Ende 2017 eigentlich fertig war. Hatte zwischenzeitlich jedoch schon besonders der Starkregen im Sommer 2016 für Verzögerungen gesorgt, weil er Material des Brückendamms weggeschwemmt hatte, so waren es auf der Schlussetappe unter anderem falsche Materialien, die das Vorhaben ausbremsten. Es gab zum Beispiel Probleme mit der Frostschutzschicht, die nicht den Materialvorschriften entsprach. Deshalb musste der Straßenbelag teils wieder abgefräst werden. Vom ursprünglich ins Auge gefassten Termin der Fertigstellung ist man im Augenblick jedenfalls fast acht Monate entfernt.

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