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Wesel: Nabu fordert Entsorgung der Wracks im Flürener Altrhein

Umweltkatastrophe droht : Nabu fordert Entsorgung der Wracks im Flürener Altrhein

Die zwei Boote, die seit vielen Monaten vor sich hin rotten, sollen laut der Kreisgruppe Wesel des Naturschutzbundes endlich aus dem Wasser. Laut Gesetz hätte dies schon längst passiert sein sollen. Für die Umwelt droht eine Katastrophe, heißt es.

Seit gut neun Monaten rotten zwei havarierte Motorboote im Flürener Altrhein am Ufer der Grav-Insel vor sich hin. Genauso lange machen unter anderem die Kreisgruppe Wesel des Naturschutzbundes (Nabu) und der Fischereiverein Grav-Insel auf eine drohende Umweltkatastrophe aufmerksam.

Angesichts nahender Hochwasserlagen fordert Peter Malzbender jetzt dringend die Bergung und Entsorgung der beiden Wracks. Der Nabu-Kreisvorsitzende hat sich am Montag mit Nachdruck an den Kreis Wesel gewandt. Malzbender beklagt in seinem Schreiben an die Kreisverwaltung, dass die beiden Boote „immer noch auf dem Altrhein im miserablen Zustand liegen und beim nächsten Hochwasser drohen unterzugehen“.

Laut Gesetz, so Malzbender weiter, hätten die Boote spätestens am 1. November 2021 aus dem Gewässer geholt werden müssen. Zudem hätten wohl die Besitzer ihre Entrümplungssachen aus den Booten im unmittelbaren Uferbereich gelagert. Diese Dinge würden beim nächsten Rheinhochwasser von den Fluten mitgenommen.

Die sinkenden Schiffchen hatten schon vor Monaten gesichert werden müssen. Vom Kreis hieß es damals, dass austretende Betriebsmittel wie Kraftstoff und eventuell Hydraulik­öl, welche das Gewässer hätten verunreinigen können, so fachgerecht aus dem Wasser gefiltert worden seien.

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Da die desolaten Boote bereits seit März dort lägen, sei der Nabu nun nicht mehr bereit, dies weiter hinzunehmen, sagt Malzbender. Eine bevorstehende Umweltkatastrophe sei „immer noch nicht auszuschließen“. Der Nabu-Chef bittet den Kreis Wesel, kurzfristig in die Wege zu leiten, dass die Boote samt Unrat entfernt werden und er darüber informieren wird.

(fws)