Wesel: Musik- und Kunstschule hat zum Schnuppertag eingeladen

In der Musik- und Kunstschule : Welches Instrument darf es denn sein?

Die Weseler Musik- und Kunstschule, die vor 50 Jahren gegründet wurde, öffnete am Wochenende ihre Türen. Kinder mit ihren Eltern kamen, um unter anderem verschiedene Instrumente auszuprobieren.

Natürlich auch im 50. Jahr ihres Bestehens folgt die Musik- und Kunstschule Wesel ihrer Tradition und öffnete ihre Türen für Kreative jeden Alters. Unter Aufsicht der Fachlehrer oder erfahrener Schüler konnten die Besucher am Wochenende verschiedene Instrumente ausprobieren. Darunter beispielsweise Klavier, Akkordeon oder auch das Saxophon. Auch das Atelier und der Ballettsaal standen für Interessierte offen. Bei der musikalischen Früherziehung konnten auch die Kleinsten gemeinsam mit ihren Eltern einen ersten Blick auf die Instrumente werfen und sie ausprobieren.

Interessierte können sich für das neue Schuljahr, das am 1. April beginnt, an der Musik- und Kunstschule anmelden. Einmal wöchentlich findet der normale Unterricht statt. Je nach Altersgruppe variieren die Gruppengrößen und auch die Stundenlängen. Die Musikalische Früherziehung wird in größeren Gruppen ausgerichtet, während zum Beispiel der Unterricht am Kontrabass eher in Kleingruppen funktioniert. Zusätzlich gibt es verschiedene Projekte außerhalb des Unterrichts, die sich an bestimmte Zielgruppen wenden.

Der Schwerpunkt der Musik- und Kunstschule liegt nach Angaben von Schulleiterin Dagmar Beinke-Bornemann auf dem gemeinsamen Spielen. Schüler, die ihr Instrument bereits beherrschen, bekommen die Möglichkeit, in unterschiedlichen Gruppen zusammenzuarbeiten. Diese Gruppen sind in verschiedene Altersgruppen unterteilt. Kinder zwischen etwa acht bis 14 Jahren können so zum Beispiel Teil der „Jungen Streicher“ werden, wenn sie denn genügend Übung haben. Auch Wettbewerbe wie „Jugend musiziert“ seien für ehrgeizige Schüler nicht ausgeschlossen, jedoch sei dies nicht das Ziel der musikalischen Ausbildung.

Dagmar Beinke-Bornemann sagt, Kinder entwickeln intuitiv eine Vorliebe für bestimmte Instrumente. So auch der sechsjährige Henrik Köhler. Seine Musiklehrerin erzählte ihm von dem Tag der offenen Tür der Musik- und Kunstschule, woraufhin er gern hereinschauen wollte. Ursprünglich interessierte er sich am meisten für den Kontrabass oder die Geige. Doch nachdem er dann das Bassspielen ausprobieren konnte, gefiel es ihm nicht mehr so sehr. Er sagte, das Instrument sei ihm zu groß und zu schwierig zu streichen. Dagegen war er vom Saxophon begeistert.

Sein Vater, Lars Köhler, würde seinen Sohn auch zum Unterricht anmelden, wenn Henrik weiterhin Lust auf das Saxophon hat. Doch er sagte auch, dann müsse der Junge das „mit allen Konsequenzen“ tun. Das bedeutet: dranbleiben, üben und nicht nach einigen Wochen wieder aufgeben.