Wesel: Musik- und Kunstschule feiert 50. Geburtstag mit Matinee im Bühnenhaus

Jubiläumsveranstaltung im Bühnenhaus : Feier zur Gründung der Musik- und Kunstschule vor 50 Jahren

Mit einer Matinee im Bühnenhaus leitete die Musik- und Kunstschule die Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Jubiläum ein. Das Publikum bedankte sich für die Beiträge mit viel Beifall bei den vielen jungen Akteuren.

Im Bühnenhaus war am Sonntag kein Platz mehr frei – Eltern, Kinder, Lehrer, Gäste aus Gesellschaft und Politik waren der Einladung zu der Auftakt-Matinee der Musik- und Kunstschule gefolgt. In ihrem Grußwort erinnerte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zum Auftakt an die als Förderverein konzipierte Gründung der Jugendmusik- und Kunstschule am 6. Februar 1969.

„Unsere Musik- und Kunstschule steht gleichermaßen für Breitenbildung wie für Talentförderung“, sagte Westkamp und verwies darauf, dass in der Zitadelle gut 1000 Schüler im Alter von 18 Monaten bis 83 Jahre unterrichtet werden. Sie dankte allen Eltern, den Lehrenden und den vielen Unterstützern – insbesondere dem Förderverein.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Musikschulen, Bernd Smalla, nannte 50 Jahre „eine echte Hausnummer.“ Er gratulierte dem Förderverein zur Weitsicht der Gründung und der Stadt, die die Förderung der Schule als „öffentliche Bildungsaufgabe“ betrachte. Die meisten Bildungsprozesse fänden heute außerhalb der Schule statt. Darum seien solche Einrichtungen ein „gesellschaftlich notwendiges Angebot“.

Ilka Löser und Dorothee Cramer vom Verein der Freunde und Förderer der Musik- und Kunstschule der Stadt Wesel übergaben Schulleiterin Dagmar Beinke-Bornemann einen Erste-Hilfe-Kasten als Symbol weiterer Unterstützung und eine Geburtstagstorte. „Das eigentliche Geschenk sind aber 50 Jahre Musik- und Kunstschule. Bewahren wir dieses Geschenk“, sagten sie.

Im Mittelpunkt der Matinee stand das von Cornelia Krömers Ballett- und Christiane Maria Frohnes Kunstklassen gestaltete „Interludium“-Programm. Immer wieder unterbrochen von jungen Balletttänzerinnen, die kleine tänzerische Einlagen zeigten und bemalte Blöcke als Zeichen der künstlerischen Beweglichkeit mitführten, konnten die diversen Orchester ihre Fähigkeiten darbieten.

Das Blasorchester unter der Leitung von Markus Werner überzeugten mit Sheldons „Celebration and Song“, der „Forrest Gump Suite“ und „Jitterbug“. Die Kinder der Musikalischen Früherziehung boten Vivaldi, das Japanische Volkslied „Sakura“ und Wolfgang Spodes „Die Blumen tanzen Rock ‘n’ Roll.“ Dazwischen brillierten Celine Henn, Laura Hochstrat, Nora Lienhard und Theresa-Maria von Plotho tänzerisch bei Charles-Édouard Lefebvres „Ballade“ – begleitet von Amelie Löser (Flöte), Marie Kranz (Violincello) und Lisa Karwath (Klavier). Beeindruckend geriet auch der Solotanz von Hanna-Naria Meyering zu „Never be like you“ von Flume.

Unter der Leitung von Lisa Mersmann intonierten die „Jungen Streicher“ die „Pirates of the Caribbean“ im Arrangement von Ted Rickett. Dem folgte die dezent streicher-gezupfte „Pizzicato-Polka op. 449“ von Johann und Joseph Strauss.

Das Jugendorchester unter der Leitung von Vinsenso Julius Pratama Husin interpretierte das Andante „Mit dem Paukenschlag“ aus Joseph Haydns Sinfonie Nr. 94 G-Dur und das bekannte Allegro con brio aus Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-moll. Den würdigen Abschluss bildete Dmitri Schostakowitschs Walzer Nr. 2.

(aflo)
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