Wesel: "Meine Zeit" lädt zum Abschlusskonzert ins Jugendzentrum Karo am 14. Dezember

Trio zieht positive Bilanz : Weseler Band „Meine Zeit“ startet durch

Die Gruppe „Meine Zeit“ blickt mehr als zufrieden auf 2018 zurück. Das Highlight des Jahres: Das Trio war Vorband von Mando Diao. Am 14. Dezember spielt die Band im Karo.

Es ist ein Kapitel Bandgeschichte, das für „Meine Zeit“ aus Wesel zu Ende geht: Mit der EP „Von hier nach Glück“ sind die Jungs durchgestartet – haben vier Singles ausgekoppelt, professionelle Musikvideos gedreht, sind mehrfach durch ganz Deutschland getourt und spielten als Support für deutsche und internationale Größen. Nun ist aber erst einmal Schluss. Die Band bereitet sich auf ihr Jahresabschlusskonzert am Freitag, 14. Dezember, im Weseler Jugendzentrum Karo vor. „Das ist das letzte Mal ‘Von hier nach Glück’ und danach kommt halt was anderes“, erklärt Sänger Daniel Gilberg (20).

Zeit für einen Rückblick: Im Frühling 2017 veröffentlichen „Meine Zeit“ den Track „Feuer und Meer“. Der ist nicht nur der erste Song der EP, die im September des gleichen Jahres folgt, sondern bildet auch den Auftakt zu einer zusammenhängenden Geschichte, die in vier Musikvideos erzählt wird. Nur einen Tag nach der Veröffentlichung spielen die Jungs (als Goldesel-Gewinner) auf dem heimischen Eselrock-Festival, später beim Olgas Rock in Oberhausen. „Feuer und Meer“ kommt derweil gut an, bis heute hat der Track über 95.000 Streams. „Mit Echolot – mit der zweiten Single – ging es so richtig los“, erinnert sich Sebastian Kuck (23, Piano/Synthesizer). Kurz vorher spielten „Meine Zeit“ beim Festival „Bochum Total“ auf der begehrten 1Live-Bühne, kurz danach waren sie Support für Andreas Bourani.

Mit einem ordentlichen Bekanntheitsgrad (schließlich waren die Jungs auch vorher schon auf großen Bühnen unterwegs) und zwei gut angelaufenen Singles ließ der Erfolg von „Von hier nach Glück“ nicht lange auf sich warten. Mittlerweile kommt die EP auf über 275.000 Streams. In 2017 folgte außerdem noch die dritte Auskopplung („Hinter den Spiegeln“) und als Highlight des Jahres das erste eigene Jahresabschlusskonzert im Karo.

Und das war aus gleich mehreren Gründen „legendär“, wie die Jungs erklären. Denn zum einen sei das Karo an diesem Tag zum ersten Mal seit 13 Jahren ausverkauft gewesen, zum anderen kamen Fans, Freunde und Bekannte zum Teil von weit her und nur für „Meine Zeit“. Ein erhebendes Gefühl, auch wenn ins Karo nur 200 Leute passen und die Künstler mittlerweile auch größere Bühnen gewöhnt sind: „Wenn wir vor Bourani vor 6000 Leuten spielen – machen wir uns nichts vor – die kommen nicht wegen uns“, scherzt Tilo Hellmann (24, Schlagzeug und Gesang).

2018 folgte und lief noch besser für die Band. „Landungsbrücken“ wurde als vierte und letzte Single ausgekoppelt. Und als Daniel Gilberg eines Abends nach der Probe bei McDonalds anhielt, lief das zugehörige Video dort im Fernsehen. Zudem folgte die erste eigene Deutschland-Tour. „Wenn ich so zurückdenke, vor fünf Jahren hätte ich nicht gedacht, dass wir mal auf Tour gehen würden“, resümiert Daniel Gilberg. Mittlerweile stand er in Städten wie Berlin, Hamburg oder Leipzig auf der Bühne.

Im Festivalsommer 2018 spielten „Meine Zeit“ über 20 Konzerte. Eines der Highlights: Support für die schwedische Rockband „Mando Diao“ beim Fantastival im Dinslakener Burgtheater. Für Wesel war da wenig Zeit. Umso mehr freuen sich die Jungs auf das Jahresabschlusskonzert, das „noch legendärer“ werden soll als im letzten Jahr. Bisher stehen die Zeichen gut: Von den 200 Tickets sind bereits 180 verkauft. „Das ist für uns ein wahnsinnig besonderes Konzert“, erklärt Sebastian. Es sei für sie wie „wenn man lange weg war, einfach mal nach Hause zu kommen.“

Zudem locken die Musiker von „Meine Zeit“ in diesem Jahr mit gleich zwei „Special Guests“. Einer davon wird Kim Leitinger, eine durch Youtube bekannte Sängerin, sein, der andere ist noch geheim. Ebenso geheim ist, was danach kommt. „Wir spielen dieses Jahr noch das Jahresabschlusskonzert. Und danach werden die Leute ein paar Monate auf uns warten müssen“, deutet Daniel an.

(meko)
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