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Wesel: Lions-Hilfswerk spendet 3000 Schutzmasken gegen Coronavirus

Weseler Feuerwehr und Kliniken : Lions spenden 3000 Schutzmasken

Die Wehr und die beiden Weseler Kliniken freuen sich über je 1000 Masken. In Schermbeck fertigt die Firma Swing Masken, die an alle Haushalte verteilt werden.

Mit gebührendem Abstand hat jetzt Wesels Feuerwehr-Chef Thomas Verbeet den ehemaligen Hamminkelner Bürgermeister Holger Schlierf begrüßt, der als Vorsitzender des Lions-Hilfswerks Wesel mit einem Karton zur Wache am Kurfürstenring gekommen war. Inhalt: 1000 OP-Masken aus Fernost. Zwei Pakete mit gleichem Inhalt werden auch das Marien-Hospital und das Evangelische Krankenhaus in Wesel bekommen.

„Die Übergabe des Paketes soll nicht nur eine Geste an die Feuerwehr sein, also ein Dankeschön, sondern auch andere Menschen animieren, sich Gedanken zu machen, ob sie nicht jemanden kennen, der wiederum vielleicht ein Unternehmen kennt, das eventuell noch über Masken oder Schutzbekleidung verfügt, die in diesen Zeiten so rar und deshalb so gefragt sind“, sagt Holger Schlierf. Das habe ihm auch der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses, Rainer Rabsahl, betätigt. „Es gibt einfach zu wenig Material.“

Die von den Lions erworbenen 3000 Masken stammen von einem Medizinhändler aus Willich, der mit Lions-Mitglied Stephan Stender (Schermbeck) befreundet ist. Stender hatte vergangene Woche unter anderem 600 Masken der Schermbecker Feuerwehr zur Verfügung gestellt (wir berichteten). Stenders Lions-Freund Jochen Runte (Wesel) hatte von der vorbildlichen Aktion erfahren und den Schermbecker Unternehmer gebeten, doch noch einige Masken im Auftrag des Hilfswerkes zu besorgen. Runte war es, der die ganze Sache eingestielt und den Termin mit Schlierf bei der Feuerwehr vereinbart hat.

Als nächstes möchte das Lions-Hilfswerk Geld für den Kauf von Desinfektionsmitteln bereitstellen. „Wir versuchen über eine bestimmte Quelle an das Mittel zu kommen“, kündigt Holger Schlierf an.

Mit Masken aus heimischer Produktion werden übrigens in den nächsten Tagen die Menschen in Schermbeck ausgestattet. Wie Bürgermeister Mike Rexforth mitteilt, hat die Schermbecker Firma Swing, die normalerweise Modellkleider entwirft und herstellt, mit der Produktion von wiederverwendbaren Schutzmasken begonnen. Diese würden nun verteilt.

 Die Mundschutz-Masken, so erklärt Swing-Chef Moritz Schwack mit, seien eine „sinnvolle Alternative, wenn keine medizinische Schutzausrüstung zur Verfügung steht. Und sie ist noch etwas: ein Ausdruck der Solidarität. Denn wenn wir einen Mundschutz tragen, schützen wir unser Gegenüber vor den kleinen ausgeatmeten Tröpfchen, mit denen wir das Virus übertragen könnten.“

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