Wesel: Kommentar zur Niederrheinhalle

Kommentar : Warum warten?

Im Weseler Rat hat sich in dieser Woche die Kommunalagentur NRW präsentiert. Sie will Investoren für die Niederrheinhalle suchen. 60.000 Euro soll Wesel dafür bezahlen. Der Experte der Agentur zeigte sich zuversichtlich, dass viele Investoren kommen.

Wer diesen Vortrag gehört hat, der sich zäh wie Kaugummi zog und Worthülse an Worthülse reihte, der hörte wenig Konkretes zum Verfahren.

Die Gefahr: 2021 muss die Niederrheinhalle nach jetzigem Stand geschlossen werden. Wenn nun eine Agentur nach Investoren sucht, die es vielleicht gar nicht gibt, könnten zwei weitere Jahre ins Land gehen, ohne dass eine Lösung gefunden ist. Danach wären Schnellschussreparaturen an der Halle nötig. Flickschusterei darf aber nicht das Handwerk des Weseler Rates werden. Warum nicht jetzt schon Investoren ermuntern, sich formlos bei der Bürgermeisterin zu melden?

Keine schlechte Idee war in diesem Kontext der Vorschlag der Linken. Sie regten an, dass man doch auf dieser großen Fläche auch eine Veranstaltungshalle neben die jetzige Niederrheinhalle setzen könne. Die Linke dachte natürlich an die Stadt als Investor, weil sie gegen privates Invest ist. Man könnte aber den Linke-Vorschlag mit dem der Stadt kombinieren. Ein privater Investor darf bauen, direkt neben den jetzigen Komplex. Später wird die Niederrheinhalle abgerissen, dort kann Bauland für den Investor entstehen. Und findet sich kein Privatinvestor, dann hat Wesel auch eine ehrliche Antwort auf alle Verwaltungsvorlagen und auf endlos lange Expertenvorträge in Ausschüssen. Dann nämlich hilft nur sanieren, die Suche nach einem neuen Standort oder – der Verzicht auf eine Großhalle. sep