1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Wesel: kfd-Radgruppe startet seit 30 Jahren immer montags zu Ausflügen

Mariä Himmelfahrt Wesel : Kfd-Radlergruppe: Knapp 900 Touren in 30 Jahren

Für die Fahrradgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Mariä Himmelfahrt war am Dienstag die Tour nach Bislich eine ganz besondere. Denn vor genau 30 Jahren, am 9. April 1989, radelten erstmals kfd-Frauen in das Rheindorf, um dort in der Bäckerei Pooth Kaffee und Kuchen zu genießen.

Bei Pooth sind die zehn Damen auch am Dienstag wieder eingekehrt, um den runden Geburtstag zu feiern.

Zu den Frauen, die die Radgruppe seinerzeit aus der Taufe gehoben haben, gehört Maria Gewers, mittlerweile 84 Jahre alt. „Wir haben damals in der kfd darüber diskutiert, dass man irgendetwas machen müsste. Daraus sind dann eine Wander- und eine Fahrradgruppe entstanden“, erzählt sie.

Seit dem 9. April 1989 treffen sich also jeden Montag (bis Ende Oktober) bis zu 15 Frauen, um die Region auf zwei Rädern zu erkunden. Macht in 30 Jahren knapp 900 Touren. Klar, dass am Zielort stets eine Konditorei, ein Gasthaus oder eine Eisdiele besucht wird.

Von großartigen Stürzen oder Pannen ist die Gruppe, deren Mitglieder zwischen 60 und 84 alt sind, in all den Jahren verschont geblieben. Es sind übrigens bei den Touren nicht nur kfd-Frauen am Start. „Uns ist jede Frau willkommen, die gerne mitradeln möchte“, sagt Maria Gewers. Auch wenn mittlerweile mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen auf ein E-Bike umgestiegen sind, so wird sich beim Tempo an den Frauen orientiert, die noch ganz klassisch auf dem Hollandrad unterwegs sind. Und welches ist Maria Gewers Lieblingsstrecke? „Ach“, sagt sie, „da gibt es so viele. Aber die über den Damm von Wesel, an der Grav-Insel vorbei, nach Bislich ist doch die Schönste.“ Zu den Favoriten der Gruppe gehören auch die Strecken nach Hamminkeln-Marienthal, nach Voerde-Götterswickerhamm, nach Xanten und Xanten-Birten.

Wer sich der Gruppe anschließen möchte, der sollte montags von Anfang April bis Ende Oktober vor der Himmelfahrt-Kirche (gegenüber des Marien-Hospitals) vorfahren. Möglichst gegen 14.20 Uhr. Denn auf Pünktlichkeit legt man bei den Radlerinnen größten Wert. „Wir starten nämlich immer um 14.30 Uhr – und keine Minute später“, sagt Maria Gewers lachend.