561.000-Euro-Projekt in Wesel Kasinogarten erst im Sommer fertig

Wesel · Der im November gestartete Umbau verzögert sich wetterbedingt weiter. Eigentlich sollte der Park unweit der Martini-Kirche im Mai eröffnet werden.

 Mitarbeiter der Firma Lankes beim Pflastern.

Mitarbeiter der Firma Lankes beim Pflastern.

Foto: Klaus Nikolei

Als im November vergangenen Jahres die Arbeiten zur Umgestaltung des in die Jahre gekommenen Kasinogartens nahe der Martini-Kirche begannen, ging man bei der Stadt davon aus, Anfang März fertig zu sein. Unter anderem der Regen und damit verbunden eine mehrwöchige Pause sowie Probleme mit einer maroden Mauer unmittelbar an der ehemaligen Hausmeisterwohnung des Andreas-Vesalius-Gymnasiums haben dafür gesorgt, dass nun alles etwas länger dauert.

 Gut 25.000 Euro musste der städtische Betrieb ASG in die Hand nehmen, um die marode Sützmauer an der ehemaligen Hausmeisterwohnung nahe der Martinistraße sanieren zu lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Gut 25.000 Euro musste der städtische Betrieb ASG in die Hand nehmen, um die marode Sützmauer an der ehemaligen Hausmeisterwohnung nahe der Martinistraße sanieren zu lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Foto: Klaus Nikolei

Ende März hieß es, im Mai könne man Eröffnung feiern. Nun ist es Mai. Doch noch immer ist ein Ende der Arbeiten nicht in Sicht. Deshalb wollte sich Bürgermeisterin Ulrike Westkamp am Montag beim Ortstermin auch nicht auf ein genaues Datum festlegen: „Irgendwann im Sommer – und der Sommer ist lang.“ Zusammen mit Heinz-Georg Oberender vom städtischen Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) informierte die Verwaltungschefin im Detail über die bisherigen Baufortschritte.

 Die drei Anlehnhocker, die nur einen Steinwurf vom AVG-Schulhof entfernt im Kasinogarten aufgestellt sind, dürften für die Oberstufenschüler interessant sein, die das Schulgelände in den Pausen verlassen dürfen.

Die drei Anlehnhocker, die nur einen Steinwurf vom AVG-Schulhof entfernt im Kasinogarten aufgestellt sind, dürften für die Oberstufenschüler interessant sein, die das Schulgelände in den Pausen verlassen dürfen.

Foto: Klaus Nikolei

Auf dem mit Bauzäunen abgeriegelten Areal zwischen Martinistraße und Flesgentor sind Mitarbeiter der Weseler Gartenbaufirma Lankers eifrig mit Pflasterarbeiten beschäftigt. Drei Anlehnhocker – gewiss interessant für die Oberstufenschüler des AVG, die den Schulhof verlassen dürfen – stehen bereits. Der Bereich, in dem künftig eine Fitnessstation nach dem Prinzip der „fünf Esslinger“ errichtet wird, ist ausgekoffert. „Es sind die ersten Esslinger nördlich des Weißwurstäquators“, sagt Oberender. Bei den „fünf Esslingern“ handelt es sich um ein vom Altersmediziner Martin Runge entwickeltes Bewegungssystem für Senioren, das sich in Süddeutschland großer Beliebtheit erfreut. Balance, Leistung und Kraft sollen hier trainiert werden. Die Stadt will die Weseler Sportvereine anschreiben und auf das neue Angebot aufmerksam machen.

 Eine neue Treppe führt von der Martinistraße in Richtung Innenstadt.

Eine neue Treppe führt von der Martinistraße in Richtung Innenstadt.

Foto: Klaus Nikolei

Oberender erklärt, dass viele Arbeiten bereits erledigt seien. Beispielsweise wurden die Stromleitungen für die zahlreichen LED-Lampen verlegt, ein barrierefreier Weg von der Martinistraße Richtung Innenstadt erstellt – die Handläufe werden in den nächsten Tagen montiert –, ein neuer Stabgitterzaun im Bereich der Straße Am Kasinogarten errichtet. In der nächsten Woche soll eine „insektenfreundliche Staudenwiese“ angelegt, der Bau eines Multifunktionsbereiches mit Rasengittern in Angriff genommen werden. Ruhebänke im Park und direkt an der Martinistraße stehen ebenfalls auf der To-do-Liste. Und am Ende werden noch mehrere Ahornbäume gepflanzt.

 Der barrierefreie Weg im Kasinogarten soll bald einen Handlauf bekommen. Außerdem sollen links junge Ahorn-Bäume gepflanzt werden.

Der barrierefreie Weg im Kasinogarten soll bald einen Handlauf bekommen. Außerdem sollen links junge Ahorn-Bäume gepflanzt werden.

Foto: Klaus Nikolei

Ulrike Westkamp betonte, dass 70 Prozent des voraussichtlich 561.000 Euro teuren Projektes zu 70 Prozent mit Hilfe von Bundes- und Landesmitteln bezahlt werden. Der Eigenanteil der Stadt, die sich 2017 erfolgreich um Gelder aus dem Projekt „Zukunft Stadtgrün“ beworben hatte, wird bei 170.000 Euro liegen. Hinzu kommen noch 25.000 Euro, die der ASG für die unvorhergesehen Sanierung besagter Stützmauer zahlen muss. Wasser und Wurzelwerk hatten in den vergangenen Jahren das Mauerwerk massiv beschädigt, so dass dringend gehandelt werden musste.

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