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Wesel: Karnevalsauftakt und neuer Eselsordenträger

Karnevalsauftakt in Wesel : Prinzenpaar will Feierbiest sein

Vor dem ersten Auftritt des neuen Prinzenpaars Sonja und Christian Herbers wurde die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, Ulrike Lubek, als Trägerin des Eselsordens 2019 bekanntgegeben.

(jok) Freudestrahlend startete gestern das neue Prinzenpaar Sonja und Christian Herbers in die Karnevals-Session 2018/19. Kein Wunder, lautet ihr Motto doch „Spaß an der Freud“, das pünktlich zum 11.11. zum närrischen Grundsatz von nun an bis Aschermittwoch verkündet wurde.

Frank Schulten, Ulrike Westkamp und Ulla Hornemann (v. l.) enthüllen das Portrait von Ulrike Lubek, die als Eselsordenträgerin 2019 ausgewählt wurde. Foto: FUNKE Foto Services/Erwin Pottgiesser

Thomas Holtkamp, Präsident des Carnevals-Ausschusses Wesel (CAW), wünschte bei der Vorstellung der neuen Tollitäten den beiden „eine Session, die ihr ein Leben lang in euren Herzen tragen werdet.“ In gereimter Form hatten sich Prinz und Prinzessin zuvor erstmals an ihr Narrenvolk gerichtet. „Bei uns wird jetzt gefeiert, dass die Schwarte kracht. Ein richtiger Narr auch dann noch lacht, wenn wir wirklich nichts mehr zu lachen haben, weil wir die schlechten Zeiten jetzt begraben“, legte sich Prinz Christian I. fest. Seine Prinzessin Sonja I. ergänzte: „Zu Frohsinn, Jubel, Heiterkeit haltet Euch ab heut’ bereit. Da, wo wir sind, wird geschunkelt und gelacht – und fröhlich alles mitgemacht!“

Das Wichtigste im Leben von Prinzessin und Prinz sind deren Kinder Leonie und Yannick: Die beiden drei Jahre alten Nachwuchs-Karnevalisten konnten es am Sonntag kaum abwarten, bis Mama und Papa endlich mit lautem närrischen „Helau“ alle Karnevalisten begrüßten. Nicht fehlen durften natürlich auch die beiden Paginnen Svenja Mauritz und Lisa-Maria Liptow. Und was wäre ein Prinz ohne Prinzenführer? In dieser Funktion leitet Luc Eben das Weseler Prinzenpaar wieder gekonnt durch die Fünfte Jahreszeit. Mit Pauken und Trompeten und bei bester Stimmung startete die Session gestern im Parkettsaal der Niederrheinhalle jedenfalls schon mal überaus schwungvoll.

Noch bevor das neue Prinzenpaar die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog, lüfteten Herold Frank Schulten, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und die Präsidentin des Närrischen Parlaments, Ulla Hornemann, ein gut gehütetes Geheimnis.

Sie enthüllten ein Portrait der neuen Eselordenträgerin: Den Eselorden 2019 der Stadt Wesel erhält die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, Ulrike Lubek. Die 55-Jährige tritt damit die Nachfolge des Entertainers Guildo Horn an. Doch welche Eselei hat die gebürtige Paderbornerin vollbracht? In ihrer Rolle als LVR-Direktorin war sie maßgeblich an der Übernahme das Weseler Preußen-Museums beteiligt.

Die Umbauphase war mühsam und dauerte Jahre, die inhaltliche Neuausrichtung war gefühlt ein ewiges Hin und Her – dazu kam auch noch die Umbenennung des Museums in LVR-Niederrheinmuseum Wesel. Dies sei laut Hornemann zu viel für die Weseler: „Dieser Name ist sperrig und klingt ein wenig nach einem kleinen Heimatmuseum anstatt eines neuen, modernen Kulturtempels“.

Und zu allem Überfluss habe Lubek es trotz ihrer 19.000 Mitarbeiter nicht geschafft, rechtzeitig ein neues touristisches Hinweisschild an der Autobahn 3 zu platzieren. „Damit hat sie sich den Eselorden wahrlich verdient“, begründete die Präsidentin die Entscheidung.

Aus den Händen von Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp wird die LVR-Direktorin Ulrike Lubek schließlich den Orden am Karnevalssonntag, 3. März, während der närrischen Prunksitzung ab 10.30 Uhr entgegennehmen.

(jok)