Wesel: Jazz im Kulturspielhaus Scala an der Wilhelmstraße

Wesel : Gepflegter Jazz im Kulturspielhaus

Die Scala-Jazz-Band spielte Klassiker, die Zuhörer machten es sich auf antiken Sofas und Sesseln bequem und beklatschten jedes Solo.

Gepflegten Jazz gab es am Freitagabend im Kulturspielhaus Scala an der Wilhelmstraße. Die Scala-Jazz-Band begrüßte ihre Zuhörer in gemütlichem Ambiente und spielte Klassiker.

Wie immer hatte die Band auch Gäste, die mitspielen durften. Am Klavier war an diesem Abend Wolfgang Czeranka zu hören, Reinhard Schmitz war ebenso angereist wie der Saxofonist Aart Gisolf. Hanns Hübner spielte Bass und Schlagzeuger Stefan Jansen sorgte für Rhythmus und Tempo.

So erwartete die Weseler, die es sich auf Antik-Sofas und -Sesseln bequem gemacht hatten, ein abwechslungsreicher Reigen mit Evergreens wie „Sugar“, „All of me“, „Ain’t she sweet“, aber auch Lateinamerikanisches wie „Bossa antigua“. Die gut aufeinander eingespielte Band hatte Daniela Rothenburg aus Dortmund als Sängerin mitgebracht. Ihr hatte das Weseler Publikum und die Atmosphäre auf der Bühne so gut gefallen, dass sie gerne wieder einmal in der Kreisstadt gastierte.

Die meisten Musiker auf der Bühne haben Musik studiert – und das hörte man auch: Virtuose Soli von Klavier, Saxophon, Klarinette, Bass und Schlagzeug sorgten für klangliche Abwechslung. Reinhard Schmitz hatte gleich mehrere Instrumente dabei: Auf Flöte, Klarinette und Saxofon bewies er gleichermaßen sein Können. Und auch Daniela Rothenburg war nicht nur vokal zu bewundern: Bei einer Nummer wurde eine Kirmestrompete aus Plastik ausgepackt, die ebenfalls in einem Solo zur Geltung kam.

Fast schon ein Stammgast bei der Scala-Jazz-Band ist Christian Beck am Saxofon. Durch seine Mitwirkung konnte das Ensemble ein komplettes Saxofon-Trio aus Sopran-, Alt- und Tenorsaxofon aufbieten. Und auch ein weiterer Gast sorgte an diesem Abend für klangliche Abwechslung: „Tuba-Tim aus Bielefeld“ hatte sich angesagt, um der Band auch noch ein wenig Tiefe zu geben.

Den etwa 30 Zuhörern war die Freude über die Musik anzumerken: Jedes Solo wurde beklatscht, ein Stammgast wurde kurzerhand abkommandiert, um Daniela Rothenburg ein Getränk zu servieren – und so entstand eine gemütliche Clubatmosphäre.

Schon im vierten Jahr gibt es diese Veranstaltung im Scala. Und es kann gern noch ein paar Jahre weitergehen...

(cbr)
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