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Wesel: In der Grundschule Am Buttendick sind die bunten Esel los

Kinder und Eltern basteln und malen : In der Grundschule sind die bunten Esel los

Gemalte und gebastelte Tiere sollen die Gemeinschaftsgrundschule Am Buttendick einmal umrunden. Die Motivation unter den jungen Schülern und ihren Eltern ist groß. Doch schaffen sie es auch?

Polizisten, Räuber und Minions. Der eine ganz in grau, der andere bunt und glitzernd. Das sind die Esel an den Fenstern der Gemeinschaftsgrundschule am Buttendick. Eine Challenge für die ganze Familie, wie Rektorin Dörthe Licht-Schröer erklärt: „Wir haben während des Distanzunterrichtes etwas gesucht, womit wir Ablenkung schaffen und das Lernen verschönern können. Wichtig ist, dass wir auch in dieser Zeit den Zusammenhalt stärken.“

Seit anderthalb Wochen beteiligen sich nun Kinder, Geschwister, Eltern, Großeltern und auch das Schulteam an der Aktion. Über 150 Esel sind bereits zusammengekommen und jeden Tag kommen rund 15 bis 20 kleine Tiere dazu.

„Wir laminieren die Esel und hängen sie dann der Reihe nach im Erdgeschoss auf. Angefangen haben wir im Verwaltungstrakt, gut sichtbar vom Schulweg aus. Mittlerweile haben wir zwei Seiten des Hauses geschafft“, berichtet Licht-Schröer. Die Eselform holen sich die Familien in der Schule ab oder drucken die Vorlage über die Online-Pinnwände der Klassen aus.

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Beim Gestalten sind keine Grenzen gesetzt. „Manche unserer Esel tragen Kostüme, andere Sprüche wie ‚Bleibt gesund’ oder ‚Wir freuen uns, dass die Schule bald wieder beginnt’. Ein Esel ist sogar nach unserem Sportlehrer benannt“, erzählt die Schulleiterin. Gemalt werde mit Wachsmalstiften, Wasserfarben, Bunt- oder Filzstiften, aber auch beklebte Esel seien keine Seltenheit.

Es kommen viele Kinder und Eltern, um ihre Kunstwerke zu betrachten. „Wir vermitteln den Kindern die Botschaft, dass sie immer bei uns willkommen sind. Besonders auch den zukünftigen Erstklässlern, die ein erstes Gefühl von der Schule oder dem Schulweg zu uns bekommen“, sagt Licht-Schröer. „Über die Abwechslung freuen sich aber nicht nur die Kinder. Wir haben direkt nach dem Start unserer Aktion die ersten Esel bekommen. Viele Familien kommen mehrfach und bringen direkt eine ganze Hand voll Esel mit. Die Mischung von allen individuellen und schönen Werken macht es aus.“

Das Projekt läuft voraussichtlich noch bis Anfang März. Bis dahin sollen die letzten Lücken noch gefüllt werden. Auch im Kunstunterricht wird fleißig daran gearbeitet. Im Anschluss sollen die Esel aber hängen bleiben, so Dörthe Licht-Schröer. Denn auch nachdem die Klassen wieder in den Präsenzunterricht gewechselt seien, könnten sich nicht alle Kinder wiedersehen. „Es ist ein Zeichen des Zusammenhalts“, sagt die Rektorin.