Wesel: Hund Leo stirbt an Giftköder

Halterin warnt vor Giftköder in Wesel : Hund Leo stirbt an Rattengift

Unbekannte sollen kürzlich im Aaper Busch Gift ausgelegt haben. Die Weseler Familie Schlieper vermutet, dass ihr Hund Leo einen solchen Köder fraß und danach verendete. Die Weseler Stadtwacht hat den Bereich abgesucht, aber nichts gefunden.

Familie Schlieper aus Wesel ist bestürzt. Vor Kurzem ist ihr zweieinhalbjähriger Hund Leo gestorben. Offensichtlich hatte das Tier beim Spaziergang durch den Aaper Busch in Obrighoven einen Köder mit Rattengift gefressen. Nach Angaben der Familie habe ein Tierarzt den Tod durch Gift bestätigt. Zwar haben die Schliepers bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet und auch mit dem Weseler Ordnungsamt Kontakt aufgenommen. Von dem oder den möglichen Tätern fehlt allerdings noch jede Spur.

Treibt womöglich ein Hundehasser in Wesel sein Unwesen? Unabhängig von dem Fall Leo mahnt Gerd Füting vom Weseler Ordnungamt alle Hundehalter zu besonderer Vorsicht. „Auch wenn unsere Mitarbeiter von der Stadtwacht den Bereich Aaper Busch nach Giftködern durchsucht und nichts gefunden haben, muss als Hundehalter immer mit solchen Gefahren rechnen.“ Aus diesem Grund sei es ratsam, seinen Hund stets anzuleinen und darauf zu achten, was der Vierbeiner zu sich nimmt.

Dass Leo womöglich Rattengift gefressen hat, das Profis im Auftrag der Verwaltung im Kampf gegen Ratten ausgelegt haben, schließt Füting kategorisch aus. „Die von uns beauftragten Spezialisten stellen spezielle Köderboxen auf, an die ein Hand überhaupt nicht herankommt.“ Meist seien die Boxen auf Privatgrundstücken oder auch im Heubergpark zu finden, wo es bekanntlich seit Jahren ein Rattenproblem gibt.

„Unser zweieinhalbjähriger Hund musste auf unerträglich grausame Art sterben“, schreibt die Familie. Foto: privat

Den Rat, als Hundehalter seinen Vierbeiner immer anzuleinen und im Auge zu behalten, gibt auch Kreisweit habe die Polizei immer mal wieder mit Fällen zu tun, bei denen Unbekannte Gift in Leberwürsten verstecken oder auch auf Katzen schießen. „Ganz wichtig in all diesen Fällen ist es, Anzeige zu erstatten und verdächtige Beobachtungen zu melden“, so Margraf.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass in Wesel Hunde durch Giftköder zu Schaden gekommen sind. Mitte 2013 war die Unruhe in der Stadt unter Tierfreunden groß. Denn an den Hundeauslaufflächen am Yachthafen und am Auesee sowie im Heubergpark und im Glacis wurden damals Giftköder in Form eines „Frolic-Rings“ gefunden. Zwei Hunde waren damals mit Vergiftungen in eine Duisburger Tierklinik eingeliefert worden.

Experten raten generell dazu, bei einem Verdachtsfall (Anzeichen: Durchfall, Erbrechen) möglichst schnell einen Tierarzt aufzusuchen. Denn gerade in der Anfangsphase müsse die Behandlung sehr schnell erfolgen.

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