Wesel: Heimathafen der Fähre schwemmt zu

Wesel : Der Hafen der Fähre schwemmt zu

Der Heimatverein Bislich sorgt sich ums Winterquartier der „Keer tröch“ und fürchtet Kosten fürs Ausbaggern. Die CDU verspricht Hilfe und sucht nachhaltige Lösung.

Die Situation ist vertrackt: Da hat der Heimatverein Bislich endlich ein Winterquartier für die „Keer tröch“ in unmittelbarer Nähe ihres Fährkopfês, aber ständig schwemmt das Hafenbecken am Eingang zur Rhein-Nebenrinne zu. Aktuell ist es besonders schlimm und wegen des weiterhin niedrigen Wasserstandes gut sichtbar. Das Frühjahrshochwasser des Rheins hat vor der Einfahrt eine mächtige Kiesbank abgelagert. Die Fähre kann die Barriere nicht überwinden, weicht zur nächtlichen Ruhe rheinab zum Suhrborg-Hafen aus. Außerdem staut sich Schwemmsand im Hafen und auch eine zum Nebenrinnen-Projekt des Naturschutzbundes Kranenburg gehörende Aufschotterung ragt weiter Richtung Fähr-Steg, als sie es laut Planung sollte. Diese komplizierteLage schilderte Heimatvereinsvorsitzender Gerd Hakvoort am Freitag den CDU-Politikern Jürgen Linz und Volker Dingebauer. Denn die Fragen zur Kostenverteilung zur Behebung des Dilemmas sowie zu einer nachhaltigen Lösung sind noch nicht geklärt. Es geht um mindestens sechsstellige Summen.

Klar ist laut Hakvoort zwar, dass der Verein sich um die Zufahrt und der Nabu sich um den Konstruktionsfehler in Sachen Schotter kümmern muss. Der Vorsitzende hält auch nicht damit hinterm Berg, dass der ursächlich angestrebte Durchfluss der Rinne wegen fehlender Grundstücksrechte nicht zum Tragen kam und deshalb Stau sowie bei sinkenden Pegelständen Abfluss in die falsche Richtung das Zuschwemmproblem verschärfen. Was Hakvoort darstellt, ist durch Untersuchungen belegt und der Stadtverwaltung als Verpächter bekannt. Rund 256.000 Euro wären fürs Ausbaggern und Entsorgen fällig.

Dem Heimatverein ist daran gelegen, dass nach den Gesprächen mit der Stadt nun auch Schlüsse gezogen werden. Die Saison lief gut, doch stehen auch dringende Investitionen in die Fähre an. CDU-Fraktionsvorsitzender Linz meint, dass dem Heimatverein geholfen werden muss. Er will einen Antrag zur Beratung stellen. Da immer wieder mit Zuschwemmen zu rechnen ist, sollten bauliche Lösungen zur langfristigen Behebung gefunden werden.

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