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Wesel: Grüner beklagt zu viele Gesamtschüler im Bus der Niag

Weseler Verkehrsausschuss : Fritz (Grüne) beklagt: „Zu viele Schüler in Niag-Bus“

Im Weseler Verkehrsausschuss hat Paul-Georg Fritz (Grüne) auf unhaltbare Zustände in dem Niag-Bus hingewiesen, der mittags von der Gesamtschule am Lauerhaas Schüler abholt. Der Bus sei proppenvoll, die Abstandsregeln in Zeiten von Corona würden missachtet.

Der ehemalige Weseler Kämmerer Paul-Georg Fritz (Grüne) hat im Ausschuss für Bürgerdienstes, Sicherheit und Verkehr am Mittwoch beklagt, dass die Niag in Zeiten der Corona-Krise die Zahl der Schulbusse halbiert habe. So komme es nun dazu, dass der eine Schulbus, der mittags gegen 13.30 Uhr an der Gesamtschule am Lauerhaas halte, proppenvoll sei. „Das kann nicht sein in Zeiten der Corona-Krise. Da hilft auch eine Maske nicht unbedingt.“ Auch würden die Sicherheitsabstände an den Bushaltestellen nicht eingehalten. Aus seiner Sicht müsse dort das Ordnungsbehörde die Situation kontrollieren. Die Tochter von Paul-Georg Fritz geht zur Gesamtschule und fährt von dort mittags nach Bislich.

Ordnungsdezernent Klaus Schütz (CDU) erklärte, dass „die Einhaltung der Abstandsregeln das Wesentliche ist“, um das Ausbreiten des gefährlichen Virus zu verhindern. Aus diesem Grund will er nun am Donnerstag Kontakt mit seinen Kollegen von der Schulverwaltung aufnehmen, die wiederum das Gespräch mit der Niag suchen soll. „Damit die Niag die Schüler auch angemessen befördert“, so Schütz.

Paul-Georg Fritz sorgt sich um die Gesundheit der Lauerhaas-Gesamtschüler in Zeiten von Corona. Foto: Malz, Ekkehart (ema)

Heftig diskutiert wurde zu Beginn das Thema Einrichtung einer City-Wacht in der Innenstadt. Der im Wahlkampfmodus befindliche CDU-Fraktionschef Jürgen Linz beklagte, dass Ludger Hovest die im Rat fast einstimmig beschlossene Einrichtung einer City-Wacht im Umfeld des Kaufhofs nun nicht mehr wolle und stattdessen ein „Kümmerer-Büro“ im Scala an der Wilhelmstraße ins Spiel gebracht habe – zusammen mit der WfW und den Linken. Hovest konterte, sprach von einer „unnötigen Brandrede“ und dass nun in Zeiten von Corona auf einen niedrigen Mietpreis geachtet werden müsse. Nach gut einstündiger Diskussion erklärte Schütz, dass Verhandlungen mit möglichen Vermietern wegen Corona nicht möglich gewesen seien.  Nun aber wolle er zusammen mit Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein die Liste vergleichbarer Ladenlokale durchgehen, die Angebote bewerten und das Problem der Personalbesetzung angehen. Am Ende zog Hovest seinen Antrag zurück: „Die Diskussion zeigt, dass wir uns im Grunde einig sind.“

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