Wesel: Grillweltmeister siegen jetzt auch in den USA

BBQ Wiesel erfolgreich : Grillweltmeister siegen in den USA

Das Meistergriller-Quartett, zu dem auch der Weseler Thorsten Brandenburg gehört, landete bei den World Food Championships in Florida ganz vorne

Das Team BBQ Wiesel, das 2103 in Wesel von Thorsten Brandenburg gegründet wurde und seinen Namen in Anlehnung an das Weseler Stadtwappen gewählt hat, hat am vergangenen Wochenende in der Kategorie Barbecue die World Food Championships in Orange Beach (Florida) gewonnen. Für die Truppe hat dieser Erfolg einen ähnlichen Wert wie der Gewinn des Weltmeistertitels im vergangenen Jahr im irischen Limerick. „Wir haben als erstes deutsches Team überhaupt bei diesem Wettbewerb gewonnen und bewiesen, dass wir uns auch in Amerika durchsetzen können“, sagt der Duisburger Alfons Wienen.

Bereits am 23. Oktober hatte das USA-Abenteuer für Alfons Wienen, Thorsten Brandenburg aus Wesel, Oliver Sievers aus Bochum und Klaus Breinig aus Kassel begonnen. Schon beim Jack Daniel’s World Championship Invitational Barbecue in Tennessee war das Team auf hochkarätige Konkurrenz getroffen, landete dort allerdings mit Rang 43 nur im Mittelfeld.

Danach klapperte das Quartett diverse Barbecue-Läden in Dallas, Austin und Galveston ab, schaute in New Orleans zur Abwechslung auch mal beim Football vorbei, um sich in Orange Beach einen triumphalen Abschluss der US-Reise bei den World Food Championships zu bescheren. Die Medienresonanz war riesig, die Wettkämpfe wurden im Fernsehen und in den Sozialen Medien übertragen. Vor Ort waren bis zu 600 Zuschauer. 900 Teams traten in zehn Kategorien an – von Sandwich über Burger bis eben zu Barbecue. „Wir mussten uns in zwei Vorrunden allein gegen 60 Teams durchsetzen, um uns für die Endrunde, den Final Table, zu qualifizieren.“ Was bei jeweils drei Gängen, bestehend aus Schweinerippen, Pulled Pork und Rinderbrust, der Spezialität von BBQ Wiesel, mit einem Sieg und einem dritten Platz sehr eindrucksvoll gelang.

Garpunkt, Geschmack und Optik – das waren die entscheidenden Kriterien für die Juroren auch beim Finale mit zehn Teams. Es galt, einen Gang vorzubereiten in nur anderthalb Stunden. Wienen: „Lamm war vorgegeben, den Rest sollten wir selbst gestalten. Wir haben uns dabei am einheimischen Geschmack orientiert.“ Das war gar nicht so einfach, berichtet Thorsten Brandenburg. „In den USA gibt es ein anderes Geschmacksprofil – und das ist schwer zu treffen.“ Zumal das deutsche Team mit nur wenig Equipment anreisen konnte und daher mit der zur Verfügung gestellten Ausrüstung arbeiten musste. Doch am Ende haben die vier Deutschen ins Schwarze getroffen. „Damit hatte keiner von uns gerechnet“ berichtet der Obrighovener. Die Freude war natürlich riesengroß – auch über die Siegprämie in Höhe von 10.000 Dollar, die das Quartett angesichts der Reisekosten gut gebrauchen kann.

Schon im Februar geht es wieder in die USA: Denn mit dem Sieg hat sich das BBQ-Wiesel-Team für den großen Wettkampf aller Sieger der zehn Kategorien bei den World Food Championships qualifiziert.

(wib/rme)
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