Wesel: Götz Alsmann und Band begeistern ihr Publikum mit italienischen Schlagern

Konzert im Weseler Bühnenhaus : Mit Götz Alsmann ins Italien der Sechziger

Mit seiner Band gab Götz Alsmann im Weseler Bühnenhaus Klassiker der italienischen Schlager-Festspiele in San Remo zum Besten. Er saß am Flügel, spielte Mandoline und Ukulele und erzählte immer wieder witzige Anekdoten.

Götz Alsmann ist mit seinem neuen Programm „Götz Alsmann... in Rom“ auf Tournee und machte auch Station im Bühnenhaus. Alsmann ist ein Vollblutmusiker, der mit acht Jahren mit dem Klavierunterricht anfing und sich schnell entschied, die Musik zum Beruf werden zu lassen. Der TV-Moderator (20 Jahre lang WDR „Zimmer frei“) ist Unterhaltungskünstler und bekannt für seinen Sprachwitz und nicht zuletzt für erstklassige (Jazz-)Musik. Seine Frisur, die tolle Rolle, Anzug und  Brille sind seine Markenzeichen.

Mit seiner Band – Rudi Marhold (Schlagzeug), Markus Paßlick (Percussions), Altfrid M. Sicking (Vibraphon, Xylophon und Trompete) sowie Ingo Senst (Bass) – ließ er die nassen Wintertage vergessen und tauchte ein ins italienische Feeling mit viel Wärme.

Das Mutterland des mediterranen Schlagers, der Canzone, der Tarantella und der Mandoline hat einiges zu bieten. Die fünf Musiker schafften mit den vielen Melodien einen lebhaften jazzigen Sound. Das begann schon mit „Quando, quando“ (damals ein Hit von Caterina Valente). Alsmann begrüßte sein Publikum mit einem Schmunzeln: „Wir machen heute eine Expedition in die 50er und 60er Jahre. Wesel ist der Höhepunkt unserer Tournee!“

Mit seinen vier Musikern spielte er Klassiker der italienischen Schlager-Festspiele in San Remo. Zu hören gab es Hits wie „Come prima“, „Arrividerci Roma“ und „Azzurro“, einst von Vico Torriani gesungen. Auch Rocco Granatas „Marina“ und „Volare“ durften nicht fehlen. Jedes der Stücke wurde vom Weseler Publikum begeistert aufgenommen. Das Quintett machte seine Sache prima. Man fühlte sich zurückversetzt in die gute alte Zeit, wo noch lebhaft über die Liebe, Leidenschaft und das blaue Meer gesungen wurde. Allen Liedern gaben Alsmann und Band eine neue Interpretation, die Schlager erhielten einen neuartigen Klang.

Zwischen den Stücken gab es immer wieder Anekdoten. Alsmann „referierte“ nicht nur über den Nationalcharakter des italienischen Mannes, sondern machte auch Komplimente an die Frauen. Im Tonstudio von Ennio Morricone, dem berühmten Filmkomponisten, wurde das neue Album mit allen an diesem Abend gespielten Liedern produziert. Alsmann spielte nicht nur am Flügel, sondern auch auf Mandoline und Ukulele. Mitunter legte er Ironie in seinen Gesang, doch nicht bei den leiseren Tönen. Er ließ sogar Peter Alexander mit seinen italienischen Liedern wieder aufleben. Erwähnenswert ist auch eine rein instrumentale Version – Verdis 2. Satz aus der Oper „Der Troubadour“ boten die fünf Musiker exzellent in einer wunderbaren Jazz-Interpretation. Bis zum Schluss bewahrte man sich die „Capri-Fischer“ auf, einst von Rudi Schuricke gesungen. Minutenlanger Beifall für ein mediterranes Konzert, das die Herzen wärmte.

(DK)
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