Wesel: Gebühren und Steuern bleiben für die Weseler konstant

2020 eröffnet Wesels erstes Kolumbarium : Gebühren und Steuern bleiben konstant

2020 öffnet das Franziskus-Kolumbarium. Die Gebühr wird pro Kammer (zwei Urnen) bei stolzen 2700 Euro liegen. Das hat der Rat entschieden. Ansonsten ändert sich bei allen städtischen Gebühren und Steuern so gut wie nichts.

So gut wie abgeschlossen sind die Umbauarbeiten in der ehemaligen Franziskuskirche in Schepersfeld. Der städtische Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen), der auch für die Friedhöfe in Wesel zuständig ist, hat in dem ehemaligen Gotteshaus rund 500 Urnenkammern aufgebaut. Im neuen Jahr werden hier die ersten Bestattungen stattfinden. Die Gebühr, die für die 25-jährige Nutzung einer Kammer, die Platz für zwei Urnen bietet, wird bei einmalig 2700 Euro liegen. Damit ist diese Form der Bestattung praktisch doppelt so teuer wie die Bestattung von zwei Urnen unter einem Baum (1300 Euro). Ein Wahlgrab für vier Urnen kostet 1300 Euro. So steht es in der Gebührensatzung des ASG, die jetzt mehrheitlich vom Rat der Stadt Wesel verabschiedet wurde. Ansonsten bleiben die Friedhofsgebühren im kommenden Jahr konstant. Auch bei allen anderen Gebühren und Steuern des Haushaltes 2020, der mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP mehrheitlich verabschiedet wurde, ändert sich so gut wie nichts. „Für den Bürger ist das zweifelsohne eine gute Nachricht“, sagt Kämmerer Klaus Schütz im Gespräch mit unserer Redaktion. Er hatte in seinem ersten Jahr als Kämmerer einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt, der ohne Steuer- und Gebührenerhöhungen auskommt.

Grundsteuer Sowohl die Grundsteuer A, die für landwirtschaftliche Flächen zu zahlen ist, als auch die Grundsteuer B (zahlen Unternehmen, Hausbesitzer beziehungsweise Mieter) bleibt 2020 konstant. „Im Vergleich zu ähnlich großen Städten liegen unsere Hebesätze – zum Beispiel für die Grundsteuer B bei 448 Prozentpunkten – niedrig“, betont Klaus Schütz.

Abwassergebühr Für jeden Liter Frischwasser, den die Weseler verbrauchen, wird eine Schmutzwassergebühr fällig. Die wird auch im neuen Jahr unverändert bei 3,25 Euro pro Kubikmeter liegen. Jeder Bürger verbraucht pro Jahr im Durchschnitt 45 Kubikmeter. Eine vierköpfige Familie verbraucht also 180 Kubikmeter Wasser und zahlt dafür knapp 600 Euro.

Auch für Niederschlagswasser gibt es eine Gebühr. Sie wird im neuen Jahr kaum merklich um einen Cent auf dann genau einen Euro pro Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche sinken.

Abfallgebühr Lange haben Experten in der Verwaltung Berechnungen angestellt und sind am Ende zu dem Schluss gekommen, dass sich auch 2020 an den Abfallgebühren nichts ändern muss, um sämtliche Kosten decken zu können. Das heißt, dass auch im neuen Jahr beispielsweise die 14-tägige Leerung der grauen Restmülltonne (60 Liter Fassungsvermögen) 148 Euro pro Jahr kosten wird.

Straßenreinigungsgebühr Auch hier wird es keinerlei Veränderungen geben.