Polizei geht von Brandstiftung aus Feuer in Flüchtlingsunterkunft – 29 Menschen evakuiert

Wesel · In Wesel musste die Feuerwehr zu einem Brand in einer Unterkunft für Geflüchtete anrücken. 29 Menschen mussten evakuiert werden, verletzt wurde niemand. Polizei und Feuerwehr gehen derzeit von Brandstiftung aus.

Am Samstag hat es gegen 22 Uhr einen Brandeinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft gegeben.

Am Samstag hat es gegen 22 Uhr einen Brandeinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft gegeben.

Foto: dpa/Patrick Seeger

(th) Einsatzkräfte der Weseler Feuerwehr mussten am vergangenen Samstagabend gegen 22 Uhr einen Brand in einer Unterkunft für Flüchtlinge in der Trappstraße bekämpfen. Das Gebäude war zum Zeitpunkt des Feuers belegt, 29 Menschen konnten evakuiert werden, verletzt wurde niemand.

Das Feuer brach in der ersten Etage des Gebäudes aus. Wie die Stadt mitteilt, war wohl ein Papierspender im Badezimmer in Brand geraten. Polizei und Feuerwehr gehen derzeit von Brandstiftung aus. Wer das Feuer gelegt hat und wieso es gelegt wurde, ist unbekannt. Die Ermittlungen laufen.

„Der Sachschaden ist für uns im Moment noch nicht zu beziffern“, sagt Wesels Stadtsprecher Swen Coralic. „Wir gehen aber davon aus, dass er sich in Grenzen hält und dass wir noch in dieser Woche mit der  Beseitigung der Schäden durch sein werden.“

Ein Großteil der in Sicherheit gebrachten Menschen wurde noch in derselben Nacht in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Hansaringschule untergebracht. Die Stadt hofft, dass diese Personen noch in dieser Woche zurück in die Unterkunft an der Trappstraße kommen können, wo sich der Rest ihrer Habseligkeiten befindet.

„Die Brandmeldeanlage in der Unterkunft hat zuverlässig ausgelöst“, sagt Coralic. „Die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr konnten so sehr schnell reagieren. Das war vorbildlich. Durch das Verhalten aller Beteiligten konnte Schlimmeres verhindert werden.“

Zwar waren die Geflüchteten zunächst ohne ihr Hab und Gut evakuiert worden, nachdem das Feuer gelöscht war, konnten sie aber noch einmal kurz in die Unterkunft, um zumindest ihre wichtigsten Besitztümer einzusammeln.

„Es kam uns in dieser Situation zugute, dass wir die Unterkunft in der Hansaringschule schon seit einiger Zeit wieder auf den Einzug von Flüchtlingen vorbereitet haben“, sagt Coralic. „So war die Unterbringungsfrage ohne größere Schwierigkeiten kurzfristig zu lösen.“

(RP)
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