Wesel: Die Stadt investiert Millionen Euro in die beiden Gesamtschulen

Millionen für beide Gesamtschulen : Ausschuss bringt Schul-Neugründung auf den Weg

Ausschuss stimmt am 20. November über die Gründung der zweiten Gesamtschule ab. Bis 2025 werden an beiden Standorten bis zu 3,9 Millionen Euro jährlich verbaut

Am Dienstag, 20. November, wird der Schul- und Sportausschuss über die Gründung der neuen Ida-Noddack-Gesamtschule abstimmen, die im Sommer 2019 am Standort der Realschule Mitte starten soll. Nicht nur im Gebäude der auslaufenden Realschule, sondern auch an der bestehenden Gesamtschule Am Lauerhaas sind umfangreiche Baumaßnahmen geplant: Beide zunächst fünfzügig geplanten Schulen sollen nach „moderner Schularchitektur“ umgestaltet werden – etwa mit Jahrgangszonen und separaten Fachraum-Bereichen. Die Kosten für alle Baumaßnahmen betragen nach derzeitigen Schätzungen von 2019 bis 2025 im Schnitt jährlich 3,7 bis 3,9 Millionen Euro, inklusive unabhängig von der Neugründung notwendiger Sanierungsarbeiten an den Gebäuden.

Das Büro „conceptK“ hat mit der Schulentwicklungsplanung Vorschläge für ein Raumkonzept für beide Schulen erarbeitet. Die fünften und sechsten Klassen der Dependance „Kleiner Lauerhaas“ werden im Sommer von der Stadtmitte an den Hauptstandort an der Kirchturmstraße ziehen und Platz machen für die ersten Klassen der neuen Schule.

So sehen die Vorschläge im Detail aus:

Ida-Noddack-Gesamtschule

Die Sekundarstufe I wird im Realschulgebäude untergebracht, ebenso die Betreuungs- und Fachräume. Die Klassenräume werden jeweils in Jahrgangszonen angeordnet. In ihnen befinden sich je ein Lehrerstützpunkt (Teamraum) sowie Bereiche für offene Lernformen oder Selbstlernen („Marktplatz“). Die Fachräume werden zusammengelegt, die bestehende Mensa im Realschulgebäude soll „eine zentrale Rolle als Essensraum, Publikumsreich, Selbstlernzone und für Aufführungen einnehmen“, heißt es in der Vorlage. Für die Sekundarstufe II soll nach dem Jahrgangszonen-Konzept das „Paulinum“ hergerichtet werden. Fach- und Unterrichtsräume des Hauptgebäudes werden mitgenutzt.

Gesamtschule Am Lauerhaas

Die Klassenräume werden ebenso jahrgangsweise zusammengefasst und mit Teamräumen und (Selbst-)Lernbereichen ausgestattet. Im Bereich der bestehenden Aula ist ein eingeschossiger Anbau für Naturwissenschaft und Technik geplant, im Obergeschoss ein „IT-Space“, also ein Medienarbeitsbereich. Um die drei achtzügigen Jahrgänge unterzubringen, sollen ab Ende 2019 acht Container für den Unterricht aufgestellt werden. Diese werden etwa ein Jahr benötigt, schätzt die Verwaltung. Und: „Bis die achtzügigen Jahrgänge die Schule durchlaufen haben, ist die Gesamtschule räumlich eng gesetzt“, heißt es in der Vorlage. Die Umsetzung aller Maßnahmen soll ein externer Projektsteuerer koordinieren. Aufgrund der Schülerzahlprognosen für die kommenden Jahre sind beide Gesamtschulen fünfzügig mit Reserven für einen sechsten Zug geplant.

Die Sitzung des Schulausschusses am 20. November beginnt um 16.30 Uhr im Ratssaal und kann von allen interessierten Bürgern verfolgt werden.

(rms)