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Wesel: CDU und SPD begrüßen neues Bauprojekt in Flüren

CDU und SPD in Flüren : Anwohner-Sorgen zum Neubauprojekt ernst nehmen

CDU und SPD in Flüren begrüßen grundsätzlich das geplante Neubauprojekt im Schatten der katholischen Kirche am Flürener Weg. Beide Parteien fordern, dass die Anwohner besser als bislang über die Pläne informiert werden.

Dass der Weseler Bauträger Armin Stockhausen im Schatten der katholischen Kirche in Flüren ein Neubauprojekt mit zwei Mehrfamilienfamilienhäusern, einem Heim für betreutes Wohnen (Cassiopeia-Stiftung) und einem neuen Kindergarten (Kirchengemeinde St. Nikolaus) plant, findet bei der CDU und der SPD Zustimmung. Auch wenn es, wie berichtet, Kritik von Anwohnern gibt. Die befürchten unter anderem eine zu hohe Bauweise, dadurch eine Verschattung ihrer Grundstücke und eine Versiegelung des Areals.

„Die CDU Flüren hat sich schon immer für neuen Wohnraum stark gemacht, daher begrüßen wir einen Neubau grundsätzlich“, betont Ratsfrau Jutta Radtke. Dennoch müssten die Bedenken der Anwohner und Flürener ernst genommen werden. „Der ländlich strukturierte Charakter von Flüren und die Umweltbelange dürfen hierbei aber nicht übergangen werden. Das geht nur im Dialog.“

Dass Flüren barrierefreien Wohnraum benötigt, darin sind sich SPD-Ratsmitglied Ulrich Marose und dessen Nachfolgerin  Christina Wagner einig. „Es gibt viele ältere Menschen, die gerne innerhalb von Flüren aus einem nicht barrierefreien Haus in eine Wohnung ziehen möchten. Dies gestaltet sich derzeit schwierig, da kein Angebot vorhanden ist“, weiß Marose. Das geplante Projekt biete nun eine Chance dazu.

Auch dass der alte Kindergarten an der Beethovenstraße einem Neubau weichen soll, findet den Beifall der Sozialdemokraten. „Das Gebäude der Kita hat die besten Jahre hinter sich. Davon haben sich Vertreter des Ortsvereins bereits 2017 vor Ort überzeugen können. Das Projekt bietet optimale Chancen – generationsübergreifend“, ist Christina Wagner überzeugt.

Zusammenfassend betont Patrick te Paß, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Flüren,  dass das Neubauprojekt „viele Chancen bietet, Flüren als zukunftsorientierten Stadtteil auszurichten. Neben der Schaffung von Wohnraum wird auch der lokale Einzelhandel gestärkt, was letztlich jedem Flürener zugutekommt.“ Nun gelte es die Kommunikation zwischen den am Projekt Beteiligten und den Anwohnern zu stärken, um so für alle ein zufriedenstellendes Ergebnis präsentieren zu können. „Denn“, so sagt Patrick te Paß, „bei allen Vorteilen rund um das Projekt müssen natürlich auch die Sorgen der Anwohner ernst genommen werden.“

Wann das Projekt realisiert werden kann, steht noch nicht fest.  Verträge sind noch nicht unterzeichnet. 

(kwn)