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Wesel: Bislicher Blasorchester gibt umjubeltes Konzert im Bühenhaus

Konzert im Weseler Bühnenhaus : Viel Applaus für Bislichs Musiker

Das Blasorchester Wesel-Bislich gab im Bühnenhaus sein Jahreskonzert.

Wenn der Winter vergeht und der Frühling Einzug hält, dann spielt das Blasorchester Wesel-Bislich zum traditionellen Jahreskonzert auf. Im Bühnenhaus hatten sich wieder viele Freunde der Blasmusik eingefunden, um sich ein abwechslungsreiches Konzert anzuhören.

Gleich zu Beginn überraschte das Blasorchester mit der „Towermusic“, einer Komposition des Schweizers Jean-Francois Michel. Drei Trompeter standen auf dem Balkon und spielten gemeinsam mit den 45 Musikern auf der Bühne. Es war ein verheißungsvoller Auftakt. Es folgte eine „Reise in die alte Heimat“ von Hans Arno Simon, dem Schöpfer der Polka „Anneliese, ach Anneliese“. Mit wunderbaren Melodien ging es weiter. George Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“ aus den 20er Jahren ist ein echter Ohrwurm. Mit der „Godfather-Triologie“ aus dem Film „Der Pate“ von Nino Rota sowie der Titelmelodie von „Lawrence of Arabia“ waren gleich zwei Oscar-gekrönte Beiträge zu hören.

Das „Concerto D` Amore“ des Niederländers Jacob de Haan beinhaltete gleich drei verschiedene Musikstilrichtungen (Barock, Sinfonisches und ein Hauch Pop). Und der „Fridericus-Rex-Grenadiermarsch“ war ein Traditionsmarsch für Friedrich den Großen, der auch bei der Bundeswehr immer noch gespielt wird.

Dass der Nachwuchs bei diesem Blasorchester nicht fehlt, konnte man im zweiten Teil mit erleben. 18 Jungen und Mädchen spielten gleich vier für Blasorchester gesetzte Werke. Inhalte aus „Grease“, Titel aus Filmen wie „Harry Potter“ und „Star Wars“ sowie eine Komposition von Alan Menk „Unter dem Meer“ waren schön anzuhören. Ein Zeichen, dass hier gute Nachwuchsarbeit betrieben wird.

Die schönsten Werke hatte sich der musikalische Leiter, Dirigent Jürgen Ueffing, der das Orchester schon viele Jahre leitet, bis zum Schluss aufbewahrt. Schwungvoll erklang ein Medley aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein in einer Bearbeitung von Naohiro Iwai. Neben „Tonight“ und „America“ stach besonders der „Mambo“ hervor. „The Songs of Wizz“ nach Quincy Jones sowie die „Flieger-Revue“ von Hajo Lehmann waren exzellent dargeboten. Auch das durch Caterina Valente bekannt gewordene „Malaguena“ kam im Programm vor.

Zwei der besten und bekanntesten Märsche aller Zeiten beendeten nach rund zweieinhalb Stunden das gelungene Konzert: „Anchors Aweigh“ von Capt. Alfred H. Miles sowie der berühmte Radetzky-Marsch, die beide vom begeisterten Publikum rhythmisch mitgeklatscht wurden.

Während des Konzerts wurden vier Musiker des Blasorchester für langjährige Mitgliedschaft mit einem Blumenstrauß ausgezeichnet. Seit 30 Jahren ist Marc Terlinden dabei, Sabrina Kock wurde vor 20 Jahren Mitglied, Johanna Baron und Katrin Ticheloven können auf jeweils 15 Jahre im Orchester zurückblicken.

(DK)