Wesel: Bei Hitze wird’s oft eng am Auesee

Wesel : Bei Hitze wird’s oft eng am Auesee

Besucher berichten immer wieder von Problemen beim Parken in der Aue.

Samstagvormittag: Der Parkplatz am Auesee füllt sich langsam mit Autos – vor allem aus dem Ruhrgebiet. Um 10.30 Uhr sitzen die städtischen Angestellten am Kassenhäuschen im Halbschatten und warten auf die Besucher. Immer wieder berichten Gäste, dass es auf der Zufahrt zu Staus und Verzögerungen kommt. Der Grund: Der ein oder andere Autofahrer scheut die Tagesgebühren von zehn Euro und möchte daher lieber die kostenlosen Parkplätze im Bereich des Auestadions nutzen. Durch die Wendemanöver entstehen dann die beklagten Rückstaus.

Die Einfahrt am Auestadion, Richtung Hundeauslauffläche, ist mit Pylonen verengt. Eine Mitarbeiterin der Stadt wacht über die parkplatzsuchenden Gäste. Angler und Hundebesitzer haben hier freie Fahrt und werden schnell durchgewinkt, normale Besucher allerdings abgewiesen. Sie müssen zu den kostenpflichtigen Parkplätzen. Herrscht hier Konfliktpotenzial? An diesem Vormittag nicht. Die Mitarbeiterin berichtet aber davon, dass es zu Veranstaltungen oder Stoßzeiten eng werden kann.

Jonas Hoffmann aus Dingden fährt mit Familie und Hund Juppy auf den Parkplatz am Stadion. Hier ist das Parken für zwei Stunden kostenlos. „Vorletzte Woche Samstag war es knapp, da habe ich den letzten Parkplatz bekommen“, berichtet Hoffmann. „Staus habe ich aber bisher nicht erlebt.“ Für die kleine Familie ist das Angebot ideal. „An vielen Seen ist es verboten, Hunde mitzunehmen“, erzählt Ehefrau Jasmin. Für einen kurzen Aufenthalt von etwa einer Stunde wären der Familie die Parkgebühren aber definitiv zu hoch. Was allerdings fehlt, ist ein Hinweisschild auf die kostenlose Parkmöglichkeit, sagt der Familienvater. „Nur durch Zufall habe ich damals gesehen, dass hier andere Autofahrer durchgewunken werden.“

Inzwischen füllt sich der Hauptparkplatz mit weiteren Gästen. Auch Jonas aus Essen hat mit vier Freunden den Weg nach Wesel gefunden. „Wir empfinden es hier im Vergleich zum Halterner See deutlich leerer und angenehmer“, erzählt er. Aufgeteilt sind die Parkgebühren für die Studenten tragbar. „Natürlich sind zehn Euro viel Geld, aber wenn das Geld auch zur Erhaltung des Sees eingesetzt wird, ist es in Ordnung. Am Baldeneysee in Essen gibt es im Vergleich nur eine kleine Zone, in der das Baden erlaubt ist, es wird Eintritt verlangt und es dürfen keine eigenen Getränke mitgebracht werden.“ Eine Reihe weiter stellt Christian Peterson aus Dortmund sein Auto ab. Er ist das erste Mal mit seiner Familie am Auesee. „Die Gebühren sind für einen unbewachten Parkplatz schon sehr hoch. Wir wissen allerdings nicht, was uns hier zusätzlich geboten wird.“

(cth)
Mehr von RP ONLINE