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Wesel: Augenoptiker macht auf Lage der Kulturschaffenden aufmerksam

Optiker Axt in Wesel : Schaufenster macht auf Situation der Kultur-Branche aufmerksam

Das Fachgeschäft Axt Optik und Akustik hat sich eine besondere Aktion einfallen lassen, um auf die schwierige Lage der Kulturschaffenden während der Corona-Pandemie aufmerksam zu machen. Woher die Idee stammt und wie sie ankommt.

Das Fachgeschäft Axt Optik und Akustik an der Hohen Straße in Wesel ist seit Jahren unter anderem für seine außergewöhnliche Schaufenstergestaltung bekannt. Passend zur Corona-Pandemie hat Inhaber Dirk Vorpahl jetzt Schwarz-Weiß-Bilder bekannter Weseler Künstler, Event-Profis beziehungsweise Konzertveranstalter öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt. „Ohne K(uns)t & Kultur wird’s still“, ist da zu lesen. „Wir haben die Bilder der neuen Dekoration bei Facebook gepostet – und das ging ab durch die Decke“, sagt Dirk Vorpahl.

Die Idee, in dieser Form auf die Situation von Kulturschaffenden im Lockdown aufmerksam zu machen, kam Vorpahl bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Lübeck. Dort fiel ihm eine ganz ähnliche Aktion ins Auge. „Ich habe dort Kontakt mit der Initiative ‚Ohne K(uns)t & Kultur wird’s still’ aufgenommen und gefragt, ob ich in Wesel etwas ähnliches aufziehen könnte“, sagt er. „Und weil man in Lübeck nichts dagegen hatte, hab ich die Idee einfach mitgenommen.“

Die Fotos von Karin Nienhaus (Kulturspielhaus Scala), Eselrock-Mitorganisator Simon Bleckmann und anderen hat Stephan de Leuw gemacht, der als Betreiber des Baby Dolls am Kornmarkt, was er als sein Hobby bezeichnet, ebenfalls auf einem Bild zu sehen ist. Um Missverständnisse zu vermeiden, erklärt der Geschäftsführer der Weseler Firma Flaggschiff Film, dass er und die meisten anderen der „Ohne K(uns)t & Kultur wird’s still“-Aktion durch Corona nicht in finanzielle Not geraten sind: „Mit diesem Schaufenster nach draußen soll einfach nur auf die aktuelle Lage der Kulturschaffenden und der Eventbranche aufmerksam gemacht werden.“

Und natürlich könne derzeit niemand an der Situation etwas ändern. „Wir hoffen nur alle, dass durch die Impfungen irgendwann im Laufe des Jahres wieder eine gewisse Normalität Einzug hält, damit es mit Hilfe der Kultur endlich wieder ein bisschen lauter wird“, sagt er.

Übrigens: Die Fotos, die Stephan de Leuw von seinen Kollegen gemacht hat, will Dirk Vorphal den mehr oder weniger gebeutelten Akteuren schenken. Allerdings erst dann, wenn die Axt-Schaufenster neu dekoriert werden. Das wird aber sicherlich noch gut vier Wochen dauern.