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Wesel: Anzeigetafeln an den P+R-Anlagen am Bahnhof fehlen

P+R-Anlagen am Bahnhof Wesel : Anzeigetafeln an Parkplätzen fehlen

Autofahrer ärgern sich, dass es kein Parkinfosystem an den oft überfüllten Park-and-ride-Anlagen am Bahnhof gibt. Für Entspannung soll der Umbau der Richelswiese sorgen.

Wochentags, in der Regel so ab 9 Uhr morgens, bietet sich auf der Park-and-ride-Anlage am Weseler Bahnhof immer wieder das gleiche Bild: Autofahrer biegen vom Kaiserring Richtung Radstation ab in der Hoffnung, einen der rund 160 kostenfreien Pendler-Parkplätze zu ergattern. Doch die sind in aller Regel komplett besetzt. Was bedeutet, dass die Suchenden unverrichteter Dinge den Bereich wieder verlassen und nach einer Alternative Ausschau halten müssen. Ein Ärgernis für viele. Es fehlt ein Parkinformationssystem, das die Stadt vor Jahren mit Hinblick auf die Kosten zu den Akten gelegt hat.

Die Richelswiese an der Friedenstraße ist nicht weit vom Bahnhof entfernt und soll zu einer P+R-Anlage umgebaut werden. Foto: Klaus Nikolei

„Es würde einem schon sehr helfen, wenn es dort eine Art Schranke oder eine Anzeigetafel geben würde, damit man weiß, dass man gar nicht erst suchen muss, weil alles voll ist“, sagt Werner Hacker. Der Senior aus dem Kreis Borken wollte sich jüngst im Bahnhof nach einer Reiseverbindung zum Düsseldorfer Flughafen erkundigen und hat längere Zeit vergeblich nach einem Stellplatz für seinen Wagen gesucht. Denn alle Plätze waren besetzt.

Das Problem ist bei der Stadt bekannt. Spätestens seit Frank Schulten, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, kürzlich im Fachausschuss den Vorschlag gemacht hat, neben dem Bahnhof und auch an der gegenüberliegenden P+R-Anlage an der Friedenstraße Zählwerke anzubringen. „Es müsste eine Anzeige installiert werden, so dass der Autofahrer sofort erkennt, ob noch ein Stellplatz frei ist oder nicht – ausgenommen natürlich sind die Behindertenparkplätze“, so Schulten, der ursprünglich von Bürgern auf das Problem aufmerksam gemacht worden war.

Weil die rund 450 Park-and-ride-Parkplätze westlich und östlich des Bahnhofs so gut angenommen werden, plant die Stadt auch die Richelswiese oberhalb des Kreisverkehrs an der Kurt-Kräcker-Straße zu einer solchen Anlage umzubauen. Um allerdings dafür Fördergelder zu bekommen, verlangt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) die Einführung einer speziellen Park-App. Soll heißen: Smartphones zeigen mit Hilfe einer solchen App in Echtzeit an, ob es noch freie Plätze auf der Richelswiese gibt oder nicht. Das Problem ist nur, dass es eine solche App noch gar nicht gibt. Die Stadt ist nun dabei, mit Universitäten und jungen Unternehmen in Kontakt zu treten, die helfen können.

Dass die Sache mit der Park-App kein leichtes Unterfangen werden wird, bestätigt Michael Blaess, der im Rathaus zuständig ist für Verkehrsplanung und Straßenbau. Zumal die Entwicklung einer solchen App zeit- und sicher auch kostenintensiv sein wird und deren dauerhafte Funktionsfähigkeit auch erst mal bewiesen werden muss. „Es stellt sich auch die Frage, ob das gleiche System dann auf die bestehenden P+R-Anlagen übertragen werden könnte. Ziel sollte es doch sein, dass es im Sinne der Nutzer nur ein System und nicht zwei nebeneinander gibt“, sagt Blaess. Er geht davon aus, dass sich vor 2020 keine Lösung anbahnt.

Die Ampel zum Bürgermonitor zeigt, in welcher Phase das Problem steckt. Die Farbe Rot bedeutet, dass noch nichts passiert ist. Gelb steht für Bearbeitung, Grün erscheint dann, wenn ein Problem gelöst werden konnte.
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