Wesel: Anwohner beklagt, dass die Bleicherstege auf dem Fusternberg einer Buckelpiste gleicht

Anwohner beklagt sich : Die Bleicherstege auf dem Fusternberg ist eine Buckelpiste

Dennis Fest wohnt seit Jahren an der Bleicherstege, deren Zustand er beklagt. Fest kann nicht verstehen, dass die Straße nicht zumindest provisorisch repariert wird. Bei der Stadt heißt es, dass die Bleicherstege erst in einigen Jahren ausgebaut wird. Im Gespräch ist das Jahr 2022.

Straßenbaumaßnahmen sind derzeit ein Aufreger-Thema – meist, weil Bürger sich gegen Sanierungen wehren, denn dadurch fallen für sie zum Teil immense Kosten an. Dennis Fest, Anwohner der Bleicherstege auf dem Fusternberg, würde sich dagegen freuen, wenn bei ihm vor der Tür eine Arbeiterkolonne anrücken würde.

Denn die kleine Anliegerstraße, eine Seitenstraße der Fusternberger Straße, ist ein holpriger Flickenteppich, der den Namen Straße kaum verdient. Seit mehr als fünf Jahren wohnt Dennis Fest dort. Und während beispielsweise die Fusternberger Straße inzwischen eine neue Decke erhalten hat, sei an der Bleicherstege nichts passiert, sagt er. Das ist unverständlich, findet der Anwohner. „Hier wohnen doch viele Familien mit Kindern.“ Mit Fahrrädern und Kinderwagen bekomme man auf der Buckelpiste jedoch große Probleme. Die Fahrbahn ist in einem derart schlechten Zustand, dass sich bei Regen große Pfützen bilden.

Am Ende der Straße befindet sich eine Wendezone, die mehr aus Schotter als aus Asphalt besteht. Auch seine Nachbarn wundern sich, dass hier nichts getan wird, trotz des offensichtlich schlechten Zustandes. Zumindest eine provisorische Reparatur der Straßendecke müsste doch möglich sein, so sein Argument.

Die Bleicherstege ist eine Baustraße, erklärt ASG-Leiter Ulrich Streich. Das bedeute, dass der Kommunalbetrieb nur Flickarbeiten zur Verkehrssicherheit vornehme. Derzeit werden an der Bleicherstege noch Wohnhäuser gebaut. Vorläufig wird sich an dem Zustand daher wohl nichts wesentliches ändern. Denn wie Verkehrsplaner Michael Blaess von der Stadt erklärt, ist die Straße im Investitionsplan für 2022 oder später für den Ausbau vorgesehen. Das heiße aber nicht, dass der Zeitpunkt in Stein gemeißelt ist. Wenn die Bautätigkeit früher beendet sei, könne der Ausbau auch früher beginnen – oder später. Denn eine Rolle bei der Planung spielen laut Blaess auch andere Faktoren: die Kapazitäten der Firmen zum Beispiel. Oder die Priorität der Maßnahme. Es gebe immer wieder Bauarbeiten, die dringender erledigt werden müssen – zum Beispiel, weil Fördermittel bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgerufen werden müssen. So ist es etwa bei den Straßenbaumaßnahmen im Rahmen des Stadtumbaus West in der Innenstadt. Hier soll es 2020 am Mühlenberg losgehen, bis 2023 müssen weitere Straßen im Stadtkern abgearbeitet sein.

(rme)
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