Weltklasse-Quintett Viva Voce in Marienthal umjubelt

Kultur : Weltklasse-Quintett Viva Voce in Marienthal umjubelt

Viva Voce begeistert in Marienthal mit gesanglichen Höchstleistungen. Am liebsten tritt die Formation in Deutschland auf.

Eines muss man den fünf Herren sagen – singen können sie – und wie! Sie heißen David Lugert, Jörg Schwartzmanns, Matthias Hofmann, Heiko Benjes und Bastian Hupfer. Längst haben sich die Jungs der Gruppe Viva Voce – so nennen sie sich – in der deutschsprachigen Kulturwelt als große A-cappella-Band etabliert. Vor neun Jahren waren sie schon einmal zu Gast im kleinen Klosterdorf Marienthal an der Issel. Wieder feierten sie jetzt einen Erfolg.

Hans van Triel, Programmgestalter und zuständig für die mittlerweile schon 35. Marienthaler Sommer-Abende, war sehr froh, diese Truppe wieder einmal nach Hamminkeln in das Kleinod Marienthal locken zu können. In Chile, China und in Brasilien haben sie schon gesungen. Am liebsten treten sie jedoch in Deutschland auf. Hier haben sie ihre Fans, genauso wie in Marienthal. „Wenn Du einmal in Marienthal warst, hast Du es geschafft“, schwärmte einer der Sänger.

Begeistert waren die fünf Sänger von der Atmosphäre, die sie vorfanden. Auf der Kulturwiese, umrahmt von riesigen Maisfeldern, standen sie auf der neuen Bühne vor ihrem Publikum, um mit ihm ihr 20-jähriges Bestehen zu feiern. Das Konzert war mitreißend, charmant, modern gestaltet und vor allem hoch musikalisch mit einer Prise Humor. Dabei wurde oftmals die Zahl 20 in den verschiedensten Vorträgen immer mit einbezogen.

Andere brauchen für ihre Konzerte ein Schlagzeug, Gitarren- und Trompetenklänge sowie Spezial-Effekte, um möglichst gut zu klingen. Für die fünf war das überhaupt kein Problem. Ihre Ausrüstung brauchten sie nicht zu schleppen, denn sie waren eine Band ohne Instrumente, also alles mundgemacht. Nicht ohne Grund hatte man sich das Motto „Es lebe die Stimme“ ausgedacht. Es gab eine Reise durch zwei Jahrzehnte Chormusik, mit viel Altem und Neuem. Die Herren konnten viel erzählen. Vor allem aber singen: Die Schlagermusik beispielsweise verulkten sie. Da wurde Helene Fischers „Atemlos“ gleich viermal als Rap, Reggae, Country-Rock und Klassik-Version gesungen. Schließlich machten die Sänger noch einen Abstecher in die Opernwelt, in der auf schnelle Weise die bekanntesten Versionen zusammengestellt wurden.

Ergebnis: drei Zugaben, ein begeistertes Publikum und gute Werbung für die kommenden Konzerte.

(DK)
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