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Warum die Seniorenwohnungen am Marienheim erst im Sommer fertig werden

Am Marienheim in Schermbeck : Seniorenwohnungen werden erst im Sommer 2022 fertig

Die Fertigstellung von 17 barrierefreien Wohnungen am Marienheim verzögert sich. Frühestens Ende dieses Jahres wird dort mit der Vermietung begonnen. Es gibt schon eine lange Warteliste mit knapp 140 Interessenten.

Um den Bewohnern des Marienheims auch in Zukunft ein qualitätsvolles Pflegeangebot bereitstellen zu können, möchte die Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft in Marl (CBT Marl), die das Marienheim seit dem 1. Januar 1994 betreibt, das Heim modernisieren und umbauen. 2017 wurden die Planungen öffentlich vorgestellt.

Da das Pflegeheim aber um die Möglichkeit erweitert werden sollte, zwei solitäre Gebäude mit barrierefreien Wohnungen und Tagespflegeplätzen auch ohne die direkte Anbindung an das Pflegeheim anzubieten, wurde eine Änderung der Art der baulichen Nutzung erforderlich. 2018 und 2019 wurden die entsprechenden Genehmigungen beantragt. Die letzte von mehreren Genehmigungen wurde am 10. Oktober 2019 erteilt.

 Der orangefarbene Gebäudekomplex zeigt den Bereich, in dem gegenwärtig 17 Wohnungen für Senioren und Menschen mit Betreuungs- und Unterstützungsbedarf entstehen.
Der orangefarbene Gebäudekomplex zeigt den Bereich, in dem gegenwärtig 17 Wohnungen für Senioren und Menschen mit Betreuungs- und Unterstützungsbedarf entstehen. Foto: Repro Helmut Scheffler

Der Neubau von 17 Wohnungen für Senioren und Menschen mit Betreuungs- und Unterstützungsbedarf an der Erler Straße 27 b ist zwar schon weit vorangeschritten, aber nicht ganz so zügig, wie die CBT Marl sich das als Bauherr gewünscht hatte. 138 Interessenten haben sich bislang in eine Warteliste eintragen lassen. Einige von ihnen warten schon sehnlichst auf die Fertigstellung der Wohnungen und hoffen gleichzeitig, dass sie eine Wohnung anmieten können.

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Die zeitliche Verzögerung hat nicht der Bauherr zu verantworten. Wie Markus Bothe als Geschäftsführer der CBT Marl mitteilte, verzögert sich die Fertigstellung des Gebäudes wegen der allgemein angespannten Lage im Bausektor. Er verweist unter anderem auf Lieferengpässe und auf den Fachkräftemangel. Vorsichtig formuliert Bothe: „Nach Planungsstand können die Wohnungen ab dem 1. Juni 2022 vermietet werden.“ Dieser Termin basiere auf dem heutigen Kenntnisstand. Es sei aber nicht auszuschließen, dass weitere Verzögerungen eintreten.

 Blick in eine der barrierefreien Zwei-Personen-Wohnungen, die Wohnflächen zwischen 60 und 62 Quadratmetern aufweisen.
Blick in eine der barrierefreien Zwei-Personen-Wohnungen, die Wohnflächen zwischen 60 und 62 Quadratmetern aufweisen. Foto: Repro Helmut Scheffler

„Die Vergabe der Wohnungen“, so Markus Bothe, „erfolgt nach Eingang der Anmeldung, wobei die bereits bestehende Liste laufend ergänzt wird. Sollte im November/Dezember erkennbar sein, dass die Wohnungen ab dem 1. Juni vermietet werden können, wird die CBT Marl mit den Interessenten zu diesem Zeitpunkt Kontakt aufnehmen. Dann werden auch die Mietkosten und die Kosten für zusätzliche Dienstleistungen bekanntgegeben.

Zwei verschiedene Wohnungstypen werden angeboten. Die Ein-Personen-Wohnungen sind zwischen 52 und 62 Quadratmeter groß. Ein Wohnraum und ein Schlafraum gehören ebenso dazu wie eine Küche, ein Bad, ein Flur und ein Balkon, der nach Südwesten ausgerichtet ist und den Blick auf das Gelände des Marienheims ermöglicht. Die Zwei-Personen-Wohnungen sind 60  beziehungsweise 62 Quadratmeter groß und verfügen über eine ähnliche Aufteilung wie die Ein-Personen-Wohnungen.

Der Gebäudeteil mit den Zwei-Raum-Wohnungen ist unterkellert. Die Keller weisen eine Fläche von 5,5 bis 7 Quadratmetern aus. Der Gebäudeteil mit den Zwei-Raum-Wohnungen ist unterkellert. Alle Wohnungen sind barrierefrei, besitzen eine stufenlos begehbare Dusche, verfügen über elektrische Rollläden. Alle Geschosse sind über einen Fahrstuhl erreichbar. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Terrasse.

Als Standardleistungen erhalten die Mieter einen Hausmeisterservice, die Reinigung der Treppen und Flure sowie die Durchführung des Winterdienstes. Im Falle einer zunehmenden Hilfsbedürftigkeit können individuell wählbare Betreuungs- und Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden, um einen weiteren Verbleib in der Wohnung möglich zu machen. Diese können beispielsweise umfassen: Wohnungsreinigung, Wäschedienst, Hausarbeiten, Einkaufsdienst, stationärer Mittagstisch, Fahrdienste, Besuchs- und Begleitdienste und häusliche Pflege.