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Wackenbrucher Straße in Wesel: Das macht die Verwaltung, damit Autos den Bürgersteig meiden

Engstelle an Wackenbrucher Straße : Das unternimmt die Stadt, damit Autos den Bürgersteig meiden

An einer Engstelle auf der Wackenbrucher Straße in Wesel kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit den Autofahrern. So will die Verwaltung das Problem nun in den Griff bekommen.

Anfang April hatten Yves Schuyesmans und Nachbarn, die an der Wackenbrucher Straße auf dem Fusternberg wohnen, im Gespräch mit unserer Redaktion beklagt, dass so mancher Autofahrer in der Tempo-30-Zone viel zu schnell unterwegs seien und an einer Engstelle auch über den Bürgersteig fahren würden. Parallel dazu hatten sich auch die Grünen um das Thema gekümmert und einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung geschickt. Zwei Wochen später folgte auch die SPD und forderte unter anderem den Einbau von Pfosten an der Engstelle.

Nun ist die unbefriedigende Verkehrssituation auf dem Fusternberg am heutigen Mittwoch Thema im Weseler Verkehrsausschuss. Und alles deutet darauf hin, dass die Verwaltung eine Lösung des Problems gefunden hat. Zwar haben Geschwindigkeitsmessungen im Mai nicht unbedingt ergeben, dass auf der Wackenbrucher Straße, auf der Tempo 30 gilt, überdurchschnittlich schnell gefahren wird. Aber die Verwaltung sieht Handlungsbedarf bezüglich der Situation am Haus mit der Nummer 98, in dem Yves Schuyesmans wohnt.

 Bischofsmützen auf der Straße, wie hier in Meerbusch, könnten das Problem lösen.
Bischofsmützen auf der Straße, wie hier in Meerbusch, könnten das Problem lösen. Foto: Dackweiler, Ulli (ud)
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In der Vorlage der Verwaltung zum Ausschuss heißt es unter anderem, dass trotz des Gegenverkehrs viele Verkehrsteilnehmer in die Engstelle fahren würden und einer oder gar beide sich begegnenden Fahrzeuge auf den Gehweg ausweichen. „Hier wäre auf lange Sicht für beide Seiten die Anlage eines Hochbordes zur barrierefreien Gestaltung der Haltestellen wünschenswert.“ In der Zwischenzeit empfiehlt die Stadt die Installation von klappbaren, vertikalen Leiteinrichtungen, sogenannte Bischofsmützen – und zwar über die Gesamtlänge der Engstelle. Solche Bischofsmützen hätten auch in der Ortsdurchfahrt Büderich einige Jahre Jahre wertvolle Dienste geleistet.

Pfosten aufzustellen, wie von der SPD vorgeschlagen, hält die Verwaltung für keine gute Idee. Begründung: „Sie müssen 50 Zentimeter von der Fahrbahnkante entfernt aufgestellt werden und würden damit mittig in der Gehwegfläche stehen.“ Neben den Bischofsmützen sollen übrigens auch Verkehrszeichen „Einseitig verengte Fahrbahn“ auf die Engstelle hinweisen.

Wann die Bischofsmützen und die Schilder aufgestellt werden, steht noch nicht fest. Aber alles soll kurzfristig aufgestellt werden. Außerdem, auch das geht aus der Verwaltungsvorlage hervor, sollen auf Wunsch der SPD Geschwindigkeitsanzeigetafel im Bereich der Kita an der Wackenbrucher Straße aufgestellt werden, damit Autofahrer sehen, ob sie dort womöglich zu schnell unterwegs sind. Schuyesmans, der mehrfach vergeblich versucht hatte, das Problem durch Anrufe beim Ordnungsamt zu lösen, dürfte sich über die Pläne der Verwaltung freuen.