Schermbeck: Volle Tische beim ökumenischen Fastenessen

Schermbeck : Volle Tische beim ökumenischen Fastenessen

So groß war der Andrang selten. Vielleicht lag es daran, dass das ökumenische Fastenessen zum 25. Male veranstaltet wurde. Im Saal der Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde wurde es am Sonntag um die Mittagszeit auf jeden Fall sehr eng.

Pastor Dieter Hofmann verband seinen Dank an die Organisatoren mit einem Hinweis auf die gelebte Ökumene und auf die Möglichkeit, einmal ganz einfach zu essen, ohne zu hungern. Hofmann erinnerte daran, dass im Neuen Testament der Aufenthalt im Himmel mit einem festlichen Mahl verbunden war. Der Evangelist Matthäus berichtete von der Speisung der 5000. "Jesus hat immer gerne mit den Zöllnern und Sündern gegessen", erinnerte Hofmann an andere Bibelstellen. Bereits in der christlichen Urgemeinde gab es ein Fastenessen. In der Fastenzeit und in der Adventszeit wurde gefastet, um auf diese Weise das Leiden Jesu Christi besser nachvollziehen zu können.

Leiden und hungern brauchte am Sonntag wirklich niemand. Der Tisch war reichlich gedeckt. Und auch gespendet wurde reichlich. Der Erlös des Solidaritätsessens kommt den Hilfswerken Misereor (katholisch) und "Brot für die Welt" (evangelisch) zugute, die damit bedürftigen Menschen in vielen Ländern der Welt helfen können.

"Hier trifft man viele Leute und ich brauche zu Hause nicht allein zu essen", freute sich etwa Besucherin Erika Herzog. "Das Angebot ist sehr abwechslungsreich und schmackhaft", lobte Annemarie Bessel. "Essen macht Spaß, und gemeinsam schmeckt es besser", sagte Pastor Klaus Honermann. Muntere Gespräche an den Tischen zeugten von der leichten Möglichkeit, beim Essen mit anderen Gemeindegliedern Kontakt aufzunehmen.

(hes)