Schermbeck: Volksbank Schermbeck plant einen Neubau

Schermbeck : Volksbank Schermbeck plant einen Neubau

Die Erweiterung eines Betriebes im Schermbecker Ortskern ist nicht einfach. Das beweisen die gegenwärtigen Bemühungen der Volksbank. Diese bietet derzeit dort ihre Dienstleistungen an zwei Standorten an, möchte sie aber an einem zentralisieren. Um Teile des Angebotes an der Weseler Straße zur Hauptgeschäftsstelle an der Mittelstraße zu holen, ist die Erweiterung des dortigen Gebäudes erforderlich. "Auf jedem Fall wird die Volksbank Direkt (SB) bleiben und Gahlen ist ebenso nicht betroffen", teilte Vorstandsmitglied Norbert Scholtholt jetzt auf Anfrage mit.

Für die Erweiterung im Bereich der Hauptstelle sind das bisherige Grundstück und das südöstlich anschließende Grundstück vorgesehen. Das Gebäude auf letzterem soll abgerissen und durch einen Anbau ersetzt werden. Den Nutzern des Gebäudes auf dem Grundstück wurde bereits gekündigt.

Hauptproblem der geplanten baulichen Erweiterung ist der Nachweis der erforderlichen Stellplätze. Nach derzeitigem Planungsstand reichen die vorhandenen 26 Stellplätze nicht aus. Und der Nachweis erweist sich als äußerst schwierig. Ein ebenerdiger Nachweis von Stellplätzen ist auf den Antragsgrundstücken nicht möglich, zumal der Vorplatz an der Mittelstraße als Fläche für kleinere Veranstaltungen des öffentlichen Lebens erhalten bleiben soll.

Auch die Unterbringung der zusätzlichen Stellplätze in einer Tiefgarage scheidet aus. Für die von der Volksbank favorisierte Erweiterung des vorhandenen Parkplatzes im Bereich der Wallgrabenzone in südwestlicher Richtung ergeben sich aus Sicht des Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland Bedenken, da der Bereich der Wallgrabenzone zum eingetragenen Bodendenkmal "Stadtbefestigungsanlage" gehört.

Es besteht jedoch die Möglichkeit einer Erweiterung des Parkplatzes in der Wallgrabenzone, wenn in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bodendenkmalpflege ein so genanntes "Pflegewerk" entstehen würde. Ein zu erstellendes Gesamtkonzept soll erreichen, so die Gemeindeverwaltung, dass "das gesamte Bodendenkmal Wallgrabenzone mit Mitteln der gemeindlichen Planung seiner Bedeutung entsprechend in seinem unbeeinträchtigten Fortbestand zu sichern und seine Erlebbarkeit durch Verbesserung des Erscheinungsbildes langfristig zu gewährleisten bzw. wiederherzustellen" ist.

Da die Erarbeitung eins Pflegewerkes lange dauert, die Volksbank aber zeitnah bauen möchte, beantragt sie die Möglichkeit, 20 Stellplätze finanziell ablösen zu können. Gleichzeitig beantragt die Volksbank, eine solche Ablösung zurückentwickeln zu können, wenn es gelingen wird, im Rahmen der Realisierung des genannten Pflegewerkes innerhalb der nächsten neun Jahre 20 Stellplätze in der Wallgrabenzone anzulegen. Die Entscheidung trifft der Planungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am 17. Mai (16 Uhr, Rathaus).

(hes)
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