Hamminkeln/Voerde: Voerde will Hamminkelner Wohncontainer

Hamminkeln/Voerde: Voerde will Hamminkelner Wohncontainer

Die Stadt Voerde hat Interesse am Kauf der leerstehenden Flüchtlingscontainer, die am Daßhorst in Hamminkeln stehen. Diese waren auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle extra auf Hamminkeln zugeschnitten gebaut worden. Ausgebucht waren sie aber nie. Im Rat sagte Bürgermeister Bernd Romanski, dass Voerde 500.000 Euro zahlen wolle. Entschieden ist der Handel aber nicht. Die Nachbarstadt, zu deren Bürgermeister Dirk Haarmann Romanski guten Kontakt hat, will auf einem städtischen Grundstück Platz für die Unterbringung von 64 Flüchtlingen schaffen. Den Grundsatzbeschluss fasste der Stadtrat im Juli 2017. Die Verwaltung hat inzwischen zwei Angebote geprüft, eins der beiden stammt von der Stadt Hamminkeln. Sie hat neuwertige Mobilheime abzugeben, die in Holzbauweise hergestellt sind und komplett ausgestattete Wohnmodule beinhalten. Die Hamminkelner Wohnmodule würden ausreichen, den Bedarf zu decken, heißt es in Voerde. Für das Hamminkelner Angebot spreche, dass die Kosten deutlich unter denen liegen, die für klassische Wohncontainer anfallen. Die Module sind transportabel, kurzfristig verfügbar und bereits ausgestattet.

In Konkurrenz dazu steht der Caritasverband. Der hat Materialien zur Errichtung von Holzhäusern abzugeben, die ursprünglich in Dinslaken zur Unterbringung von Flüchtlingen errichtet werden sollten. In Dinslaken kümmert sich die Caritas im Auftrag der Stadt um die Flüchtlinge. Dort werden die Häuser auch nicht mehr benötigt.

(thh)