Hamminkeln: Viele Jugendliche haben klare Berufswünsche

Hamminkeln: Viele Jugendliche haben klare Berufswünsche

"Tag der Berufswahlorientierung" an der Heinrich-Meyers-Realschule: Mit Stift und Papier ging es für die Schüler von Stand zu Stand.

Die Heinrich-Meyers-Realschule veranstaltete Samstag ihren "Tag der Berufswahlorientierung" in der Sporthalle. Ziel war es, den Schüler der älteren Jahrgänge die Möglichkeit zu geben, erste Kontakte für spätere Bewerbungen zu knüpfen und sich über die unterschiedlichsten Berufe zu informieren. Verpflichtend war die Veranstaltung für die neunten Klassen, auch die achten Klassen konnten freiwillig teilnehmen. Willkommen waren die betroffenen Jahrgänge der Hauptschule sowie Eltern.

Mehr als fünfzig Betriebe stellten sich in der Zeit von zehn bis zwölf Uhr vor, beantworteten Fragen und gaben Auskunft über Ausbildungsmöglichkeiten. Optiker, Ärzte, Polizei, Bank, oder Bundeswehr: Der Berufemarkt stellte die unterschiedlichsten Berufe vor und hatte wohl für jeden etwas Interessantes zu bieten. Die Sporthalle war gut gefüllt, und im Vorraum sorgte der Förderverein der Realschule mit Kuchen, Brötchen und Getränken dafür, dass alle gut versorgt waren. Mit Stift und Papier in der Hand ging es dann für die Schüler von einem Stand zum nächsten. Welche Unternehmen besucht wurden, durften sich die Jugendlichen nicht komplett selbst aussuchen, denn jedem Schüler waren vorab drei Pflichtstationen zugeteilt worden. Neben diesen mussten noch vier weitere Stände besucht werden, die durfte sich aber jeder selbst aussuchen, je nachdem, wo die persönlichen Interessen liegen. Auf einem Zettel mussten die besuchten Stände dann notiert werden. So konnten Eltern und Lehrer sicherstellen, dass auch scheinbar uninteressante Berufe kennengelernt wurden.

An einem Stand konnten die Schüler sich von Annegret Cappell von der Stadtbücherei Wesel informieren lassen. Sie zeigte sich zufrieden mit dem Vormittag: "Es hat mich ein wenig gewundert, dass mehr Jungs als Mädchen Informationen wollten, aber es freut mich."

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Auch Ludger Uehsler, Personalleiter der Akademie Klausenhof, zieht ein positives Fazit: "Wir sind mit ein paar unserer Auszubildenden hier und haben non-stop Gespräche geführt, die Zeit ist wie im Flug vergangen." Auffällig findet er, dass viele Fragen oft durch die Eltern kommen, die sich nicht selten Sorgen um ihren Nachwuchs machen. Doch viele Jugendlichen haben bereits Ideen und Pläne für die Zeit nach dem Abschluss.

Bei den Mädchen stehen besonders die sozialen Berufe wieder ganz weit vorne. "Ich möchte auf jeden Fall mal Erzieherin werden", sagt Sabrina Schwinnum. Ihre Freundin Laura-Sophie Duvenbeck ergänzt: "Ich passe schon jetzt auf Kinder auf und kann so erste Erfahrungen sammeln." Doch vor der Ausbildung wollen viele mit der Schule weitermachen: "Wir möchten alle auf jeden Fall erst mal das Abitur machen", da sind sich Nele Scherer, Sonja Schlebes und Viviane Haase einig. Die drei interessieren sich ebenfalls für soziale Berufe wie Kinderkrankenschwester. Sonja Schlebes möchte am liebsten in die Verwaltung.

(janz)
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