1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Wesel: Viele gute Ideen, wie Wohnen im Alter aussehen kann

Wesel : Viele gute Ideen, wie Wohnen im Alter aussehen kann

Anlässlich seiner Jahreshauptversammlung begab sich die Weseler Demografische Gesellschaft im Citycenter der Verbands-Sparkasse auf die Suche nach alternativen Formen des Wohnens und Zusammenlebens.

"Wir müssen heute schon überlegen, wie wir künftig wohnen wollen", machte Bauvereins-Vorstand Anett Leuchtmann deutlich. "Gutes Wohnen kostet Arbeit und es kostet Geld!" Und Moderator Volker Haubitz meinte: "Zukünftig gilt nicht mehr der Grundsatz ,My Home is my Castle'. Was die Menschen wollen, ist stadtnah, altersgerecht und in Gemeinschaft mit mehreren Generationen zusammenzuleben."

Vertreter verschiedener Gruppierungen zeigten Modelle zur Verwirklichung auf. Der Weseler Architekt Otfried Jaeger sagte: "Wir wollen Menschen in Wohnformen zusammenbringen, die noch nicht so etabliert sind. Noch vor 15 Jahren ging es den Bauherrn ums Traumhaus. Heute wünscht man sich eine flexible Grundrissgestaltung, die nach 20 Jahren eine Umstrukturierung ohne große Umbaumaßnahmen erlaubt." Zum Beispiel mit einem Dachgeschoss, das später auch vermietet werden kann und einem Bad im Erdgeschoss. Die kleinen Weseler Nachkriegsbauten könne man durch zentrale Aufzüge und als Kommunikationspunkt gestaltete Brücken erschließen.

  • Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten
    Corona-Pandemie im Kreis Wesel : Mehr als 300 neue Fälle – Inzidenz steigt auf 509,8
  • Videoaufnahmen werden ausgewertet : Wölfe streifen regelmäßig um Reiterhof in Hünxe
  • Apotheker Hektor Gerbszt will bei Bedarf
    Corona-Pandemie in Wesel : Warum Apotheker beim Impfen noch zögern

Beate Schmitz vom Verein Inge (In Gemeinschaft leben) berichtete über das Mehrgenerationenhaus Hamminkeln nach dem Vorbild der Brügger Beginenhöfe. Hier wird auf einem Grundstück in Erbpacht mitten im Hamminkelner Ortskern gebaut. "Es braucht Mut dazu", erklärte Beate Schmitz. Sehr schwierig sei es gewesen, Menschen zu finden, die sich aktiv einbringen und Genossenschaftsanteile aufbringen sollten. Angedacht sind nun 16 Wohneinheiten zwischen 45 und 90 Quadratmetern auf drei Ebenen in Form eines barrierefreien Passivhauses mit begrüntem Flachdach. Laubengänge würden zu den Wohnungen führen. Das Ganze lebe aber vom achtsamen Umgang miteinander.

Ein solches Miteinander und Füreinander versucht man beispielsweise im Netzwerk Büderich zu verwirklichen. Im vorpflegerischen Bereich motiviert man potenzielle Netzwerker über Aktivitäten, die Spaß machen. "Aus gemeinsamer Freude, zum Beispiel an Kunst und Kultur, entwickelt sich Problemlösung", bestätigte auch Anne Oberdorfer vom Mehrgenerationenhaus. Für die ehrenamtliche Begleitung sei die Ehrenamtsbörse im Internet eine Hilfe, erinnerte die Seniorenbeirats-Vorsitzende Gertrud Liman.

(age)