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Verwahrloste Hunde in Tierheim Wesel abgegeben

Schermbeck : Verwahrloste Hunde abgegeben: Tierheim bittet um Mithilfe

Fünf Tiere wurden im Tierheim Wesel abgegeben. Eines war tot, die anderen befinden sich in einem sehr schlechten Zustand.

Am Samstagmorgen kam die Polizei ins Tierheim Wesel und brachte eine Hündin, die in Schermbeck im Bereich des Wachtenbringer Wegs tot aufgefunden worden war. Wenig später wurde ein Welpe im Tierheim abgegeben, der ebenfalls in der Nähe des Wachtenbringer Wegs aufgegriffen wurde. „Der Welpe ist in sehr schlechtem Gesundheitszustand“, sagt Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. „Er hat Räude, Demodexmilben, ist sehr ängstlich und fürchtet die Menschen.“ Ob der Kleine mit der toten, etwa fünf bis sieben Jahre alten Hündin in Verbindung gebracht werden kann, ist noch offen.

Dann einen Tag später der nächste Fund: Wieder wurden zwei ausgesetzte Hunde im Raum Schermbeck eingefangen, sie leiden unter demselben Parasitenbefall. „Bei diesen beiden Hunden fällt besonders auf, dass sie die Sonne meiden und vor Menschen davonlaufen“, schildert die Tierheimleiterin das Verhalten der ängstlichen Tiere. Und dann, Dienstagmorgen, wieder ein herrenloser Junghund, der durch Schermbeck irrte. „Hinter Schermbeck gibt es nur Felder und Wälder“, sagt Gabi Wettläufer. „Wenn hier jemand mehrere Hunde ausgesetzt hat, dann findet sie niemand.“ Dass die fünf Tiere gefunden werden konnten, ist einzig Glücksfällen zu verdanken: Eines fiel in einen Schacht, ohne sich zu verletzen, eines floh in eine Gartenlaube, ein anderes versteckte sich in einem Garten, den die umsichtigen Eigentümer sofort verschlossen.

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Das Tierheim Wesel bittet nun dringend um Mithilfe. Wer kennt diese Hunde, die sich vom Gesichtsschnitt und Aussehen alle ähneln? „Möglicherweise handelt es sich um eine private Zucht unter katastrophalen Haltungsbedingungen“, sagt die Tierheimleiterin mit Verweis auf den schlechten Gesundheitszustand aller aufgefundenen Hunde. Keiner trägt einen Chip oder ist tätowiert. „Vielleicht weiß jemand von einer kleinen Hundezucht oder erinnert sich, diese Hunde irgendwo oder mit irgendwem schon einmal gesehen zu haben?“

Gabi Wettläufer ist besorgt: „Es ist offensichtlich, dass all diese Hunde sehr schlecht gehalten und möglicherweise auch behandelt wurden. Was ist, wenn weitere Hunde leiden, ohne dass es jemand mitbekommt, weil sie im Schuppen, Keller oder auf dem Dach versteckt gehalten werden? Oder wurden noch mehr hilflose Hunde hinter Schermbeck ausgesetzt?“

Die tierärztliche Behandlung der Tiere hat begonnen, darüber hinaus müssen die Hunde aufgrund des fehlenden Impfschutzes in Quarantäne. „Dazu können wir nur provisorisch den Bereich der Kleintiere nutzen und ihn für Besucher am Wochenende sperren.“ Am Sonntag, 8. Juli, 12 Uhr, feiert das Tierheim sein großes Sommerfest.

(RP)