Hamminkeln  : Verkauf des Vereinsheimes abgewendet

Hamminkeln  : Verkauf des Vereinsheimes abgewendet

Im Hamminkelner Rat stand am Donnerstagabend der Verkauf des Vereinshauses Dingden-Berg auf der Tagesordnung. Eine Mehrheit stimmte dagegen. In Dingden-Berg sind die Vereine erleichtert.

Die nichtöffentliche Debatte im Hamminkelner Rat soll intensiv gewesen sein. Am Ende steht eine Entscheidung, die in Berg vorerst für Beruhigung sorgt. Mehrheitlich beschlossen wurde, dass das Vereinshaus in Dingden-Berg nicht verkauft werden soll. Bisher lebten dort auch Flüchtlinge.

Die Hamminkelner Stadtverwaltung hatte den Verkauf der alten Berger Schule aufs Tableau gebracht  Auf Anfrage eines Bürgers betonte Bürgermeister Bernd Romanski im Rat, dass trotz eines Verkaufes für „eine Zeitschiene“ die Vereine weiter das Heim nutzen sollen könnten. Kaufinteressent ist nach Informationen unserer Redaktion ein direkter Nachbar, der schon ein weiteres Haus im Umfeld attraktiv saniert hatte. Die Verwaltung hatte ins Feld geführt, dass auch eine bauliche Aufwertung des Vereinsheims folgen könne.

Schon im Haupt- und Finanzausschuss war heftig gestritten worden. 7:6 Stimmen für den Verkauf gab es da. Dort gab es auch in der CDU noch einige Befürworter des Plans. Insgesamt hatte Bürgermeister Bernd Romanski in diesem Ausschuss noch das Votum der Politik für die Verkaufspläne. Das Geschäft schien besiegelt. Danach redete die CDU intern noch einmal in der Fraktion: Die Abweichler in den eigenen Reihen wurden „auf Kurs“ gebracht. Die CDU stemmte sich nun gegen den Verkauf, weil aus ihrer Sicht nicht in Mehrhoog eine Begegnungsstätte gebaut werden kann, um danach in einem anderen Stadtteil ein Haus zu schließen.

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In Dingden-Berg sorgte der Plan im Vorfeld für Wirbel. Das Organisationsteam des Vereinshauses sah sich unter Zugzwang gesetzt. Das Vereinshaus sei die Begegnungsstätte für alle Bürger in Berg, betonen die Mitglieder. Vor allem der Schützenverein und der Sportklub HSC, deren Interessen von einem sechsköpfigen Hausvorstand vertreten werden, hatten sich im Vorfeld der Sitzung gegen den Verkauf des Gebäudeensembles stark gemacht und das Gespräch mit den Fraktionen und dem Bürgermeister gesucht.

Denn die Sorge war groß, dass bei einem Verkauf ein Investor das mehrgeschossige Haus sanieren und mehrere Wohnungen dort einrichten würde. Die Befürchtung war, dass das bislang gewohnte Vereinsleben zum Stillstand gekommen wäre.

So hieß es unter anderem, dass man dann künftig wohl abends nach dem Fußballtraining kein Bier mehr im Freien hätte genießen können, weil sich die Anwohner womöglich durch Lärm belästigt gefühlt hätten. Auch hätten die Mitglieder des Pinscher- und Schnauzer-Klubs, Ortsgruppe Dingden, der ebenfalls an der Van-de-Wall-Straße beheimatet ist, Probleme bekommen, ihrem Hobby nachzugehen.

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