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Vereine in Schermbeck: Pfadfinder ziehen eine Corona-Bilanz

Pandemie macht die Arbeit schwieriger : Pfadfinder aus Schermbeck ziehen eine Corona-Bilanz

Der Pfadfinderstamm St. Georg gab einen Einblick in die Bilanz: Wegen der Pandemie sind die Einnahmen deutlich geschrumpft, die Ausgaben aber ebenso. Das übrig gebliebene Geld soll auch einem Sommerlager in Belgien dienen.

18 Mitglieder des Schermbecker Pfadfinderstammes St. Georg beteiligten sich auf dem Freigelände des Pfadfinderhauses an der Jahreshauptversammlung. Nach der Begrüßung durch die beiden Stammesleiter Manuel Schmidt und Katharina Klein sowie durch die Kuratin Annemarie Schüßler berichteten die Leiter der einzelnen Trupps über die in Corona-Zeiten sehr viel schwieriger gewordene Arbeit.

Mehrere große Veranstaltungen, die den gesamten Stamm betreffen, fanden in den vergangenen 18 Monaten nicht statt. Die Jahrestreffen 2020 und 2021 fielen ebenso aus wie das Osterfeuer und die Teilnahme am „Marktplatz der Hilfe“. Mit Online-Konferenzen, mit der Gründung von WhatsApp-Gruppen und mit viel Bewegung im Freien reagierten die Pfadfinder auf die mehrfach verschärften und wieder gelockerten Corona-Vorgaben seit dem März 2020.

In der ersten Hälfte des Jahres 2021 beteiligten sich alle Trupps an der Lösung von insgesamt 14 Aufgaben. Sieger wurden die Juffis. Sie dürfen auf Kosten des Stammes jetzt ein Eis essen gehen. Die weiteren Plätze belegten die Pfadis und Biber vor den Wölflingen, den besonderen Mitarbeitern und den Rovern.

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Nach den Sommerferien des Jahres 2021 wurde wieder mit regelmäßigen Truppstunden begonnen. „Wir haben als Gemeinschaft gut zusammengehalten“, fasste Manuel Schmidt die bisherige Corona-Zeit zusammen. Die Zahl der Mitglieder blieb in etwa bestehen; derzeit gehören 160 Mitglieder zum Schermbecker Stamm.

Die Pfadfindermesse des Jahres 2020 entfiel ebenso wie die gewohnte Messe zur Weitergabe des Friedenslichtes. In kleinen Gruppen wurde das Friedenslicht dennoch verteilt. Mit einer Fahnenabordnung beteiligten sich die Pfadfinder an der Fahnenweihe der KFD.

Der Kassierer Sascha Klein berichtete von schrumpfenden Einnahmen im Jahr 2020. Da aber auch zahlreiche Ausgabenposten für ausgefallene Veranstaltungen entfielen, konnten sogar noch Rücklagen gebildet werden. „Wir können ganz entspannt Veranstaltungen auf uns zukommen lassen“, freute sich Manuel Schmidt über die Kassenbilanz. Zu Kassenprüfern wurden Sophia Schetter und Nadine Hindricksen gewählt.

Viel Lob gab es für Oliver Marsfeld. Er hat in diesem Jahr die Weihnachtsbaum-Aktion organisiert. An zwei Samstagen wurden insgesamt 740 gebrauchte Weihnachtsbäume gesammelt und dadurch ein Rekordbetrag für die Kasse erwirtschaftet.

Wenn es die Corona-Bedingungen erlauben, soll das Sommerlager im kommenden Jahr nach Belgien führen. Einstimmig beschloss die Versammlung einen Aufenthalt in Merkenveld, wo der Stamm schon zweimal abwechslungsreiche Wochen verbrachte. Bis zum Jahresende erbittet der Vorstand Vorschläge für das Sommerlager im Jahr 2023.

Der Jahresbeitrag hätte aufgrund eins Beschlusses aus früheren Jahren um 3,60 Euro erhöht werden können. Darauf wird verzichtet, so dass weiterhin jährlich 56,40 Euro gezahlt werden müssen. Von diesem Betrag bleiben allerdings nur 16,90 Euro beim Schermbecker Stamm.