Verein Dorfschule Ginderich feierte einjähriges Bestehen

Gelungenes Projekt : Ein Ort voller Leben in Ginderich

Der Verein Dorfschule feierte mit vielen Besuchern sein einjähriges Bestehen. Er hat aus der ehemaligen Schule ein Zentrum für Kunst, Gesundheit und Sport entwickelt.

Schon von Weitem konnte man die Musik des Spielmannszuges Ginderich hören, der sich auf dem Schulhof versammelt hatte. „Man muss ja Ginderich repräsentieren“, fand Musikerin Carina Krebber angesichts der lebendigen Stimmung mit vielen Ortsansässigen, die sich auf dem Schulgelände an diesem Sonntag bewegten. Auf dem Hof hatte sich die Feuerwehr mit Fahrzeugen positioniert, dazu gab’s Dosenwerfen und einen Pavillon. Mitten im Gewusel verschaffte sich die zweite Vorsitzende des Vereins Dorfschule Ginderich, Marie-Therese Bauer, einen Überblick über das Geschehen.

„Es ging uns darum, dass sich alle Gindericher und Auswärtigen mal ein Bild von den Aktivitäten hier machen können“, erklärte die engagierte Frau, die mit weiteren Mitstreitern vor einem Jahr den Verein gegründet hat. „Das hing damit zusammen, dass die Schule aufgelöst wurde. Wir als Dorf haben gemerkt, wir brauchen Platz, weil Gaststätten und Räumlichkeiten schließen und es einen Ort braucht, wo wir proben und gestalten können.“ Aus einer losen Initiative entstand der Verein mit Unterstützern, der daraus nun in gut einem Jahr ein Zentrum für Kunst, Gesundheit und Sport entwickelt hat.

„Das Nutzungskonzept hier hat voll überzeugt und mit dem Finanzkonzept sind die auf einem guten Weg“, lobte das Gindericher CDU-Urgestein Heinrich Henrichs. Er betrieb an diesem Tag für die Wallfahrtskirche St. Maria Himmelfahrt Werbung. So wie er zeigten sich in den Räumen der Schule viele Vereine und Gruppen, die dort mittlerweile tätig sind oder das Werk der Aktiven unterstützen.

Die Palette reichte dabei vom VdK, den Landfrauen Ginderich-Menzelen und der Jugendabteilung des SV Rheinkraft Ginderich, der für sein 53. Allgäu-Ferienlager warb, bis zum Malkurs mit Heike Schwarz von der Künstlergemeinschaft Alpen. „Hier entsteht Gemeinschaft, die Schule ist wichtig“, sagte Mario Lohmann von der SV Rheinkraft. Der Gesangsverein Harmonie wartete mit einer freien Übungsstunde auf und zeigte Bilder aus dem vergangenen Chorjahr. „Das hat sich hier positiv entwickelt“, sagte der Vorsitzende des Chores, Reinhard Schmitz. Chorleiterin Ute Giesen ergänzte: „Wir haben hier mehr Platz zum Singen.“

Die Besucher konnten sich in einer Cafeteria austauschen oder in historischen Fotos der Grundschule nach sich suchen. In der Turnhalle konnte man vom SV Ginderich Gesundheitssport, Zumba oder die Vorführung der südkoreanische Kampfsportart „TangSooDo“ bewundern. „Hier sind über 40 Sportangebote entstanden. Das zeigt, wie wichtig das Haus für das Dorf geworden ist“, sagte der Vorsitzende des Dorfschul-Vereins, Herbert Wesely. „Und es kommen sogar Leute aus Menzelen, Wesel oder Moers zu uns.“

(aflo)