Wesel: Urnenbestattungen in Franziskus frühestens im Herbst 2018

Wesel : Urnenbestattungen in Franziskus frühestens im Herbst 2018

Pfarrer Stephan Sühling und ASG-Chef Ulrich Streich informierten die Mitglieder des Betriebsausschusses über Details zum geplanten Kolumbarium in Schepersfeld. Altes Pfarrheim weicht barrierefreiem Neubau.

Bei besonders wichtigen Themen werden die Mitglieder des Weseler Betriebsausschusses gerne mal zu Außer-Haus-Terminen eingeladen. Denn es ist oft leichter, über Sachverhalte zu entscheiden, wenn man Informationen an Ort und Stelle erhält.

Treffpunkt der Kommunalpolitiker war gestern Nachmittag die gut 60 Jahre alte Kirche St. Franziskus in Schepersfeld. Die soll, wie berichtet, vom städtischen Betrieb ASG in ein Kolumbarium umgewandelt werden. Die erste Urnenbestattung könnte dort voraussichtlich im Herbst 2018 stattfinden.

Leitender Pfarrer Stephan Sühling erklärte den Ausschussmitgliedern, dass künftig die Gottesdienste in der dann umgebauten Werktagskapelle stattfinden werden. In ihr sollen dann auf Wunsch der Angehörigen auch Aussegnungsfeiern stattfinden.

Die nötigen Umbauten in der Kirche sind mit 160.000 Euro veranschlagt. Für das Geld werden unter anderem zwei neue Eingangstüren angeschafft, die sich abends automatisch schließen sollen. Die Erstausstattung mit 200 Urnenkammern wird mit gut 80.000 Euro zu Buche schlagen. Im Bereich der Bänke wird der Boden neu gefliest, um die Tragfähigkeit zu verbessern. Denn hier sollen die schweren Urnenwände aufgebaut werden. Fragen zu den Öffnungszeiten, zur Gestaltung und zum Thema Sicherheit (Stichwort: Videoüberwachung) sollen im ersten Halbjahr 2018 geklärt werden. Zunächst einmal wird die Kirchengemeinde St. Nikolaus noch das alte Pfarrheim abreißen und an gleicher Stelle einen barrierefreien Neubau errichten. Parallel dazu werden die Windfänge an den beiden Eingängen des Gotteshauses abgerissen, das in der kalten Jahreszeit künftig auch leicht auf acht bis zehn Grad beheizt wird, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.

Zurück im Sitzungszimmer des ASG-Betriebshofes an der Werner-von-Siemens-Straße gab es zum Thema Kolumbarium keine Diskussion mehr. Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, einen Antrag auf Nutzungsänderung zu stellen und einen Erbbaurechtsvertrag vorzubereiten. Der ist nötig, damit der Kirchenbau vom ASG genutzt werden kann.

Ohne großartige Diskussion wurde der geplante Bau von 38 Parkplätzen an der Gesamtschule am Lauerhaas abgesegnet. Die dringend benötigten Pkw-Stellplätze (Kostenpunkt: rund 105.000 Euro) sind für Lehrer gedacht, die zwischen dem Standort an der Kirchturmstraße und der Dependance in der Innenstadt ("Kleiner Lauerhaas") pendeln müssen.

Streich informierte den Ausschuss unter anderem darüber, dass im neuen Gewerbegebiet am Hagelkreuzweg in Büderich zusätzliche Glascontainer aufgestellt werden. Der Standort an der Rheinallee bleibt bestehen.

(RP)
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