Wesel: Umbau der Stettiner Straße 100 000 Euro günstiger

Wesel: Umbau der Stettiner Straße 100 000 Euro günstiger

Bauverein ist stolz, 300 Wohnungen im Zitadellenviertel seit 2007 für zwölf Millionen Euro saniert zu haben.

Pünktlich zum Start der 12. Weseler Kulturnacht am Samstag sind die Bauarbeiten auf der Stettiner Straße beendet worden. Das ist auch deshalb so wichtig, weil mehrere Hundert Kerzen auf der Stettiner Straße den Besuchen am Samstagabend den Weg von der Zitadelle zu den einzelnen Veranstaltungsorten weisen sollen.

Gestern nun wurde die 235 Meter lange Straße zwischen Esplanade und Gerhart-Hauptmann-Straße offiziell eingeweiht. Bürgermeisterin und Bauvereins-Aufsichtsratsvorsitzende Ulrike Westkamp betonte in ihrer Rede, dass man Glück bei den Ausschreibungen gehabt habe, so dass die Sanierung letztlich statt 377 000 "nur" 277 000 Euro gekostet hat. Innerhalb von fünf Monaten wurden mehrere alte Bäume gefällt, deren Wurzeln die Gehsteigplatten angehoben hatten. Die Bürgersteine und die Teerdecke sind verschwunden. Die neue Fahrbahn ist barrierefrei und gepflastert. Licht spenden acht neue LED-Stelen und zehn Bodenstrahler. Die Kosten haben sich die städtische Tochter Bauverein AG als Anlieger, die Stadt und das Land (Förderprogramm "Stadtumbau-West") geteilt.

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Neben Ulrike Westkamp ergriff bei der Feierstunde mit dem obligatorischen Roten-Band-Durchschnitt Bauvereins-Vorstand Anett Leuchtmann das Wort. Sie betonte, dass im Zitadellenviertel in den vergangenen fünf Jahren rund zwölf Millionen Euro investiert, 300 von insgesamt 600 Wohnung aufwendig saniert und das gesamte Umfeld aufgewertet wurde. "Um die Fördergelder für die Wohnumfeldgestaltung zu erhalten, mussten die Sanierungsmaßnahmen in den Häusern parallel durchgeführt werden", erinnerte Leuchtmann an eine äußerst arbeitsintensive Zeit.

Bevor die Sanierung der nächsten Bauvereins-Wohnungen im Zitadellenviertel in Angriff genommen wird, dürften Jahre ins Land gehen. "Jetzt wird erst mal strategisch geplant und alles genau durchdacht", erklärte Anett Leuchtmann am Rande der Feier im RP-Gespräch. Denn der Umbau des Zitadellenviertels ist Teil eines Projektes, das innerhalb von 15 bis 20 Jahren realisiert werden soll. Schon nach fünf Jahren ist bereits die Hälfte des Weges geschafft.

(RP)
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