Trödelmarkt auf dem Groß-Isselmannshof in Brünen

Bauerntrödel in Brünen : Paradies für Schnäppchenjäger

Die Brüner Bauern haben viele Schätzchen zusammengetragen und beim sechsten Trödelmarkt auf dem Groß-Isselmannshof angeboten.

Strahlender Sonnenschein, entspannte Menschen, ausgefallene Sachen zum Stöbern und kleine Leckereien zum Genießen prägten den sechsten Trödelmarkt, der am Sonntag auf dem Gelände des Groß-Isselmannshofs in Brünen stattfand.

An kleinen Buden, Ständen oder unter einem großen Regenschirm sitzend priesen die Verkäufer ihre besonderen „Schätzchen“ an. „Wir haben unseren Hof ein bisschen aufgeräumt. Alles, was so über ist, bieten wir hier an“, erklärte der Brüner Andreas Limberg, der mit seiner Familie vom alten Besteckkasten über riesige Kneifzangen bis hin zu alten Tintenfässern oder Kleidung so ziemlich alles mitgebracht hatte.

Die Krudenburger Axel und Petra Herbers haben an dem Stand einen Flaschenzug als Gartendeko und einen alten Topf für den alten Herd zu Hause entdeckt. „Das ist hier ein echter Trödelmarkt“, sagten die beiden und zeigten sich überrascht, dass sie für so kleines Geld so tolle Stücke finden konnten.

Zahlreiche Besucher stöberten am Sonntag an den Trödelständen auf dem Gelände des Groß-Isselmannshofs. Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Der Weseler Christoph Kandy entdeckte am Stand von Karin Dickmann einen Kunststoff-Affen. „Der wäre gut als Gartenzwerg-Ersatz zum Abschrecken“, sagte er und lachte mit seinem zwölfjährigen Sohn um die Wette. „Ich war noch nie hier, das ist viel besser als die ganzen Neuwaren-Märkte“, freute er sich und nahm das „Tier“ tatsächlich mit.

„Vieles hier ist von Bekannten von Haushaltsauflösungen“, erläuterte die Schermbecker Verkäuferin, woher sie die ganzen Sachen hat. Ihre Enkel Lea und Elly trennten sich von ihren Reitsachen. „Wir gehen nicht auf richtige Turniere, und einige Sachen sind zu klein“, so die Reiterinnen.

Der Dinslakener Martin Nowacki erstand eine Zentrifuge, um daraus erst Sahne zu schlagen und später Butter zu machen. „Das ist alles Ware vom Hof, ist echt schön“, lautete sein positives Fazit des Besuchs.

Während Hofinhaber Horst Buchmann am Grill die Menschen mit Grillwürstchen versorgte, daneben noch Kuchen und Kaffee ausgegeben wurde, arbeitete seine Schwester Karin in der Küche. „Wir machen das jetzt zum sechsten Mal. Wir mussten damals den Söller dringend aufräumen“, berichtete sie, was das Ganze damals in Gang gesetzt hatte. Die Familie hatte dann in Anlehnung an den TV-Serientitel „Bauer sucht Frau“ aus der Aktion „Bauer räumt auf“ gemacht. Und über die Jahre habe sich der Trödelmarkt mit den Nachbarn aus der umliegenden Umgebung und weiteren Anbietern weiterentwickelt.

„Wir haben halt Spaß an diesen Dingen“, sagte Horst Buchmann. „Und der positive Nebeneffekt ist, dass man mit den Leuten aus der Stadt ins Gespräch kommt und sie dabei auch etwas über Landwirtschaft lernen.“

In der Hofscheune fanden sich weitere originelle Sachen. Karin Storm war mit ihrer Freundin aus Drevenack gekommen und kam angesichts des Angebots – von der Uralt-Feile bis zum historischen Grammophon – aus dem Staunen nicht heraus.

(aflo)
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