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Trachtenschützen Üfte trafen sich zu Mittelfeier zwischen zwei Festen

Mittelfeier in Schermbeck : Trachtenschützen feiern Halbzeit

Die Üfte-Overbecker Trachtenschützen trafen sich zu ihrer traditionellen Mittelfeierauf dem Hof Möllmann am Lofkampweg. Das nächste richtige Schützenfest ist erst 2024. Weil 2020 die Corona-Pandemie größere Versammlungen verbot, wurde diesmal die Mittelfeier mit einer Messe begonnen.

Die Üfte-Overbecker Trachtenschützengilde feiert nur alle fünf Jahre ein Schützenfest. Damit das Schützenbrauchtum auch in der Zwischenzeit lebendig bleibt, wird zur Halbzeit ein Fest gefeiert. Dass sie auch nach drei Jahren nicht verlernt hatte, ausgelassen zu feiern, bewies Schermbecks nördlichste Gilde am Samstagabend in eindrucksvoller Weise auf dem Hof Möllmann am Lofkampweg in Üfte.

Mit einer heiligen Messe, die anstelle des üblichen Samstagabend-Gottesdienstes in der Ludgeruskirche diesmal unter den Eichen auf Möllmanns Hof gefeiert wurde, begann die Mittelfeier. Bislang wurden nur die Vor- und Nachfeier mit einer Messe verbunden. Doch weil im Jahre 2020 die Corona-Pandemie größere Versammlungen verbot, wurde diesmal die Mittelfeier mit einer Messe begonnen, die von Pastor Xavier Muppala und dem ehemaligen Ludgerus-Pastor Franz-Gerd Stenneken unter Beteiligung einiger Üfte-Overbecker Bewohner zelebriert wurde. Für die musikalische Untermalung der Messe sorgten die Üfter Jagdhornbläser und die Akkordeonspielerinnen Annette Diekhoff, Gertrude Knufmann und Marita Underberg.

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In seiner Predigt befasste sich Pastor Muppala mit der Bedeutung der Trachtenschützengilde für die dörfliche Gemeinschaft: „Lebensfreude – auf einem Schützenfest kann man sie in mitreißender Art und Weise erleben und in vollen Zügen genießen. Zusammen wird gefeiert, Bier getrunken, gelacht, gesungen und getanzt. Im Festzelt oder in der Scheune oder auf dem Schützenplatz findet man schnell Anschluss. Es geht darum, den Alltag mit seinen Ecken und Kanten für ein paar fröhliche Tage zu vergessen und einfach nur gemeinsam Spaß und Freude zu haben.“ Muppala verwies auch auf das Gefühl, ein Teil des Ganzen und aufgehoben zu sein: „Dazugehören und mitmachen – das ist für viele Menschen der wichtigste Grund, um bei den Schützen aktiv zu sein. Dort trifft man Gleichgesinnte, mit denen man auf dem Schützenfest zusammen feiern kann.“

Als Beispiele für die Bereitschaft der Üfte-Overbecker Trachtenschützen, etwas für die dörfliche Gemeinschaft zu tun, nannte Muppala die regelmäßige Pflege des Nikolaus von Flüe-Bildstockes durch den amtierenden Thron, die Unterstützung des Kinderschützenfestes, die Maibaum-Aktion sowie die Vorbereitung der Feldmesse. Schützen helfen in den Reihen der Landjugend beim Tanz in den Mai und beim Wurstjagen der Junggesellen.

Am Ende des Gottesdienstes dankte der Zweite Reckenmester Ludger Wenzelmann dem Ersten Reckenmeister Christoph Möllmann und seiner Frau Reinhilde für die Bereitstellung ihres Hofes für die Mittelfeier. Der Einladung Christoph Möllmanns, nach dem Gottesdienst am geselligen Teil der Feier in der Scheune teilzunehmen, folgten nahezu alle Besucher, zumal zu Beginn 100 Liter Freibier lockten.

Beim Schmücken der Scheune mit sehr viel duftendem Maien­grün hatten sich Vorstand, Offiziere und deren Frauen sowie die Nachbarschaft und etliche Volkstänzer sehr viel Mühe gegeben. Dem Wunsch des Vorstands, in der traditionellen westfälischen Tracht zu erscheinen, war ein Großteil der Besucher gefolgt.

Ein farbenprächtiges Bild bot sich beim Einzug in die Scheune. Christoph Möllmann begrüßte auch Abordnungen benachbarter Schützenvereine aus Altschermbeck, Schermbeck und Erle. Den Ehrentanz eröffneten das Üfter Königspaar Bernd Klevermann/Sabrina Ribbekamp und die beiden Ehrenpaare Petra Temmler/Stefan Ribbekamp und Matthias Temmler/Claudia Klevermann.

In geselliger Runde benötigten die Gäste kein Programm. Man wusste sich viel zu erzählen von den schützenfestfreien Tagen im Schermbecker Norden. Während bei der letzten Mittelfeier im Jahre 2017 die Halterner Unterhaltungsband Swingingboys & One für flotte Rhythmen sorgte, lockte in diesem Jahr der Borkener DJ Christian Sanders die Gäste bis lange nach Mitternacht auf die Tanzfläche.