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Wesel: Tierpension mit vier Sternen

Wesel : Tierpension mit vier Sternen

Der Bislicher Tierarzt Drs. Frans Evers errichtet neben Tierheim und Tierkrematorium eine Tierpension mit 30 Holzhütten. Damit sich die Vierbeiner wohlfühlen, sind die Häuschen gemütlich mit Küche und TV ausgestattet.

Viele Hunde- und Katzenfreude kennen das Problem: Wohin nur mit dem vierbeinigen Liebling, wenn's in den Urlaub geht oder man sich einige Tage nicht um das Tier kümmern kann? Gut, die Zahl der Anbieter von Boxen oder Zwingern in ehemaligen Ställen oder Scheunen wächst stetig. "Doch oft ist das nicht das, was sich Herrchen oder Frauchen wünschen", sagt Drs. Frans Evers. Der aus den Niederlanden stammende Tierarzt mit Wohnsitz Bislich und Praxis im Weseler Hanseviertel baut auf einer 6500 Quadratmeter großen Wiese neben Tierkrematorium und Tierheim an der Lackfabrik für eine sechsstellige Summe eine Tierpension der ganz besonderen Art. Das "Animal Ressort Wesel" wird über insgesamt 30 Holzhütten verfügen und voraussichtlich im Juni 2012 die ersten vierbeinigen Gäste willkommen heißen. Die Baugenehmigung ist erteilt, die Bodenplatte für den Empfang bereits gegossen.

Schwimmteich und Spiele

Der Clou der Anlage: Sämtliche Häuser verfügen über Webcams, mit deren Hilfe Kunden via Internet ihre Vierbeiner im Resort beobachten können. Damit sich die Tiere wie zu Hause fühlen, gibt's in allen (mit PVC-Böden ausgestatteten) Hütten eine Küchenzeile sowie einen Fernseher, auf dem mit Hilfe eines USB-Sticks vertraute Geräusche abgespielt werden. Ebenfalls zum Wohlbefinden sollen synthetisch hergestellt Geruchshormone beitragen, die in den Hütten versprüht werden. Damit das Hundeglück vollkommen ist, ist auch an einen Schwimmteich gedacht worden. Und eine Hundetrainerin wird die tierischen Gäste zu allerlei Bewegungsspielen auf die große Wiese locken, die von den 30 Hütten (24 für Hunde, sechs für jeweils zwei Katzen) umrahmt wird.

  • Foto: Patrick Pleul/dpa
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Dass das Vier-Sterne-Animal-Resort auch außerhalb der (Schul-)Ferien gut belegt sein wird, davon ist Drs. Evers überzeugt. "Rentner sind während des ganzen Jahres unterwegs. Außerdem gibt es immer mehr Menschen, die beruflich so eingespannt sind, dass sie sich tagsüber nicht um ihr Tier kümmern können. Wir bieten deshalb auch Tagesplätze an." Zwischen 25 und 30 Euro täglich zahlt ein Hundefreund für einen Platz in der "Vier-Pfoten-Herberge", für Katzen wird's zehn bis 15 Euro günstiger. "Wir wollen mit diesem Angebot die etwas gehobenere Mittelschicht aus der gesamten Region und darüber hinaus ansprechen", sagt Investor Evers.

Er rechnet auch mit Kunden aus Düsseldorf und dem Ruhrgebiet, die schon jetzt in das von ihm ebenfalls geführte Krematorium kommen, um sich würdevoll von ihren verstorbenen Lieblingen zu verabschieden.

(RP/anch)