Tierheimtrend: Hund muss oft fürs Kind weichen

Wesel : Tierheimtrend: Hund muss oft fürs Kind weichen

Das Weseler Tierheim lud zu seinem Sommerfest mit Mitmach-Programm und Botschaften. Immer mehr Tiere warten hier auf ein neues Zuhause

Jedes Jahr wird es größer, bunter und noch besser besucht – das Sommerfest im und um das Weseler Tierheim. Am Sonntag konnten die zahlreichen Besucher neue Dinge bestaunen. Schon der erste Programmpunkt, der beim Rundgang um das Gebäude den Anfang machte, war aufsehenerregend. Denn hier hatte die BRH-Rettungshundestaffel Wesel einen Trainingsparcours aufgebaut, auf dem die vierbeinigen Retter für die so genannte Trümmerarbeit üben: An Geräten wie Wippe, Kriechtunnel, Fass- und Hängebrücke oder der waagerechten Leiter wird der Einsatz auf herausfordernden Untergründen geprobt. „Dadurch lernen die Hunde auch mutiger zu werden und unerschrockener durch die Trümmer zu gehen“, erläuterte Staffelmitglied Hendrik Zukowski.

130  Tiere leben derzeit im Weseler Tierheim. Sie zu vermitteln, ist Hauptzweck des Tages der Offenen Tür. . Foto: FUNKE Foto Services

Letztendlich ist das Ziel des Sommerfestes, die aktuell rund 130 Tierheimbewohner in ein neues Zuhause zu vermitteln. „Es werden immer mehr Tiere“, bedauert Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. Eine Neuentwicklung sei dabei, dass die meisten Tiere abgegeben werden, weil ein Kind in die Familie kommt. „50 Prozent der Hunde hier sind Abgabetiere wegen Kindern“, so Wettläufer weiter. Damit wird die Allergie auf Platz zwei der häufigsten Abgabegründe verdrängt. „Die Leute sind oft überfordert mit der Situation Kind und Hund“, weiß die Weseler Tierheimleiterin.

(meko)
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