1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Wesel: Szenetreff im früheren ASG-Bauhof

Wesel : Szenetreff im früheren ASG-Bauhof

Designer Niko Kemper plant am Ostglacis Eventgastronomie "Eselsküche" und Künstlerateliers in Ex-Lkw-Hallen.

Niko Kemper hat einen Traum. Ein Restaurant mit ungewöhnlichem Ambiente möchte der aus Walsum stammende Künstler und selbstständige Möbeldesigner in Wesel eröffnen, in dem sich die Gäste "wie Freunde fühlen". Ende des Jahres soll, wenn alles nach Plan läuft, die "Eselsküche" auf dem Gelände des ehemaligen ASG-Bauhofs am Ostglacis Eröffnung feiern. Der ist zu finden unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke (Schermbecker Landstraße).

Herr über Herd und Backöfen wird sein Partner sein. Seit vielen Jahren sind sie ein Paar. Kürzlich haben die beiden geheiratet - wenige Monate nach ihrem Umzug von Dinslaken in eine schöne Wohnung in Wesel. Nur wenige hundert Meter entfernt wird sich Niko Kemper nun seinen Traum erfüllen. Dazu hat der 46-Jährige den Verwaltungstrakt des früheren Bauhofs ("Es war Liebe auf den ersten Blick") angemietet, der nun nach seinen Plänen umgebaut wird.

Schräg gegenüber, in der ehemaligen Werkstatt, hat der 46-jährige Absolvent der Essener Folkwang-Schule für Design bereits sein Atelier und Büro eingerichtet. Und auch die früheren Lkw-Hallen des Bauhofs (vier Meter hohe Decken!) werden nach seinen Vorstellungen umgestaltet. Maler, Musiker, Designer sollen hinterher einziehen. Niko Kemper sucht die passenden Interessenten aus (Kontakt: Tel. 0281-30029642; nikodesignx@aol.com). Einen Namen für das komplette Areal, das sich in den nächsten Monaten zu einem kulturellen Szenetreff mausern soll, hat Niko Kemper noch nicht. "Wir arbeiten aber dran", sagt er.

Blickfang der "Eselsküche" wird eines der lebensgroßen Kunststoff-Grautiere sein - und zwar ganz in Weiß. "Wir werden am Anfang freitags und samstags ab 17 Uhr öffnen und an beiden Tagen neben leckeren Vorspeisen und Desserts drei bis vier Hauptgerichte anbieten", erzählt Niko Kemper. Alles wird frisch zubereitet - möglichst aus regionalen Zutaten. Darauf wird man in der "Eselsküche" besonderen Wert legen.

"Bei uns ist alles anders als gewohnt, schließlich sprechen wir über eine Eventgastronomie. Man kann uns beim Kochen über die Schulter schauen, am Block in der Mitte des Küche plaudern und das erste Getränk zu sich nehmen", schwärmt Niko Kemper. Dann präsentiert er seine Skizzen, zeigt auf seinem Laptop Bilder von coolen Restaurants im Ruhrgebiet, die er eingerichtet hat. Viel Leder, buntes Licht, reichlich Atmosphäre. Vorbild für die "Eselsküche".

Zum Konzept gehört, dass die gastlichen Räume während der Woche und sonntags auch von Gruppen angemietet werden können, freitags und samstags Bands spielen oder getanzt wird. "Wir wissen aus vielen Gesprächen", sagt der Designer, "dass es für ein solches Angebot in Wesel durchaus einen Markt gibt." Und sein Mann fügt hinzu: "Wir sind fest davon überzeugt, dass die ,Eselsküche? den Geschmack vieler Menschen trifft und ein Erfolg wird."

(RP)